Die Polizei Bielefeld warnt vor einer gezielten Betrugsmasche, die sich an Jugendliche richtet. Am 7. September 2026, etwa um 17:50 Uhr, kontaktierte ein Betrüger einen jugendlichen Bielefelder über ein gefälschtes Profil in einem sozialen Netzwerk.
Der Täter nutzte das Profilbild eines Mitschülers des Opfers und gab sich als dieser Klassenkamerad aus. Im Laufe des Gesprächs fragte der Betrüger zunächst die Handynummer des Jugendlichen ab und forderte ihn anschließend auf, Guthabencodes weiterzugeben. Der Jugendliche übermittelte die Codes jedoch offenbar zu langsam – dadurch konnten sie nicht durch den Betrüger eingegeben werden.
Nach Angaben der Polizei arbeiten Kriminelle bei dieser Masche mit Identitätsdiebstahl. Sie nutzen echte Profile von Freunden oder Mitschülern, um Vertrauen aufzubauen. Dann behaupten die Täter, sich in einer Notlage zu befinden, und bitten um die Übermittlung von Gutscheincodes – oft Karten für Spielekonsolen, Streaming-Dienste oder andere Online-Plattformen.
Die Polizei Bielefeld gibt folgende Tipps zum Schutz: Seien Sie vorsichtig, wenn auch vermeintliche Freunde oder Bekannte Sie um Geld oder Gutscheincodes bitten. Rufen Sie die Person auf einer Ihnen bekannten Telefonnummer an und klären Sie die Anfrage persönlich. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, Freunden, Verwandten und Bekannten über diese Betrugsmasche. Vereinbaren Sie im Notfall ein Passwort, das echte Vertraute kennen.
Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 170.651 Betrugsfälle, das sind 946 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Nordrhein-Westfalen schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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