Die Woche vom 21. bis 27. September 2026 forderte in Nordrhein-Westfalen zwei Todesopfer durch Gewaltverbrechen und einen tödlichen Verkehrsunfall. Mehrere Mordkommissionen waren gleichzeitig im Einsatz, Ermittler beschäftigten sich mit Messerangriffen, einer Schießerei und mehreren Drogendelikten.
Der schwerste Vorfall der Woche ereignete sich am Mittwoch, 23. September, in Coesfeld: Eine 36-Jährige wurde mittags in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung auf der Grimpingstraße bei einem Messerangriff tödlich verletzt worden. Eine 36-Jährige ist am Mittwoch, 23. September, mittags in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung auf der Grimpingstraße in Coesfeld bei einem Messerangriff tödlich verletzt worden. Die Polizei hat einen 43 Jahre alten Mann festgenommen, der als ihr getrenntlebender Ehemann gilt. Zeugen fanden die Frau gegen 12.25 Uhr mit Stichverletzungen im Oberkörper an ihrer Wohnanschrift. Obwohl sofort Reanimationsmaßnahmen eingeleitet wurden, verstarb sie am Tatort. Nach einem Zeugenhinweis nahm die Polizei den 43-Jährigen mit türkischer Staatsangehörigkeit gegen Mitternacht in der Achtermannstraße in Münster fest. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei ihm um den getrenntlebenden Ehemann der Getöteten. Die Polizei Münster hat eine Mordkommission eingerichtet und die Ermittlungen übernommen. Der Mann hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Polizei ermittelt noch zum Tatmotiv. Mehr dazu. Nach dem tödlichen Messerangriff in Coesfeld hat das Amtsgericht Münster Haftbefehl gegen den tatverdächtigen 43-Jährigen erlassen. Eine Richterin ordnete am Freitag, 25. September, um 11:30 Uhr den Vollzug der Untersuchungshaft an. Dem Mann wird Mord vorgeworfen. Die Tat ereignete sich in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung auf der Grimpingstraße. Das Opfer, eine 36-Jährige, starb noch am Tatort. Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den getrennt lebenden Ehemann der Frau. Der Mann soll nicht verwunden haben, dass seine Frau die eheliche Beziehung nicht wieder aufnehmen wollte. Mehr dazu
In Essen beschäftigt ein Fall aus dem Nordviertel die Ermittler: Am Samstag, 19. September, soll ein 19-Jähriger im Bereich Beisingstraße/Stoppenberger Straße einen 30-Jährigen angegriffen haben und ihn dabei lebensgefährlich verletzt haben. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, schlug und trat der 19-Jährige auf das Opfer ein. Die Polizei Essen richtete daraufhin eine Mordkommission ein. Der Tatverdächtige ist seitdem auf der Flucht. Die Polizei hat Fahndungsbilder des Mannes veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Mehr dazu
Ebenfalls in Essen: Am 14. Juni hatten Zeugen einen leblosen Mann in einem Hinterhof an der Frintroper Straße in Essen-Schönebeck gefunden, ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Die Mordkommission des Polizeipräsidiums Essen ermittelte intensiv und erhärtete den Tatverdacht gegen einen 32-jährigen Rumänen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Das Amtsgericht Essen erließ Haftbefehl gegen ihn, der ihm am 24. September 2026 verkündet wurde. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Am Samstag, 26. September, kam es gegen 14.50 Uhr in der Matthias-Brüggen-Straße in Köln-Ossendorf zu einer Auseinandersetzung zwischen mindestens zehn Personen, bei der ein 37-Jähriger durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt worden ist. Die Polizei fahndet nach mehreren verdächtigen Männern, die mit einem Auto in Richtung Bundesautobahn 57 geflüchtet sein sollen. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung; vorsorglich wurde eine Mordkommission eingerichtet. Hinweise zum Tatgeschehen oder zu den geflüchteten Verdächtigen nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder per E-Mail poststelle.koeln [at] polizei.nrw.de entgegen. Mehr dazu
Am Donnerstag, 24. September, kam bei einem Verkehrsunfall in Haddorf (Rheine) ein 44-jähriger Mann aus Rheine ums Leben. Sein Seat Arosa kam gegen 14.20 Uhr vom Haddorfer See kommend in Richtung K 60 nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Rettungskräfte versuchten ihn zu reanimieren, ohne Erfolg. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Ein spezielles Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Steinfurt untersuchte den Unfallort; der Bereich war bis etwa 18 Uhr gesperrt. Mehr dazu
Am Donnerstag, 24. September, führte die Videobeobachtung der Kölner Polizei zur Festnahme eines 28-jährigen Mannes, der im Verdacht steht, mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und Cannabis gehandelt zu haben. Beamte beobachteten den Algerier gegen 23.30 Uhr, als er im Bereich der Außengastronomie eines Cafés am Dom einen Rucksack deponierte. In dem Rucksack stellten Polizisten mehr als 500 verschreibungspflichtige Tabletten und etwa 50 Gramm Cannabis sicher. Den 28-Jährigen nahmen sie in unmittelbarer Nähe fest. Da er im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz hat, sollte er noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt werden. Mehr dazu
Am 22. September nahm die Polizei Köln einen 22-jährigen Mann in einem Mehrfamilienhaus an der Brunnenstraße in Zollstock fest. Zuvor hatten Zeugen beobachtet, wie er gegen 21.30 Uhr mit einem 38-jährigen mutmaßlichen Kunden lautstark in Streit geriet. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung mit Spürhund fanden Beamte rund 200 Gramm Kokain, circa 150 Gramm Cannabis, Feinwaagen, ein Einhand- und ein Halsmesser, 2.000 Euro in verschiedenen Währungen sowie eine Rolex. Mehr dazu
Nach einem Raubüberfall in Köln, bei dem Fahndungsfotos veröffentlicht worden waren, stellte sich einer der beiden mutmaßlichen Täter am 25. September in Begleitung seines Rechtsanwalts auf einer Polizeiwache. Die Fahndung nach dem zweiten Verdächtigen läuft weiter. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 14 unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Mehr dazu
In Düsseldorf wurde ein Fahrer eines Fahrdienstvermittlers überfallen und mit einem Messer bedroht. Gegen 22.50 Uhr stiegen zwei unbekannte Männer an einem Hotel an der Münsterstraße ein. An der Ostendorfstraße stoppte der Fahrer das Auto; einer der Männer zückte ein Messer, hielt es ihm von hinten an den Hals und forderte Bargeld. Der Fahrer kam der Forderung nach, die Täter flüchteten anschließend. Mehr dazu
Am 23. September überfiel ein maskierter Mann gegen 20.50 Uhr eine Tankstelle an der Klever Straße in Moers. Er forderte den Kassierer unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe von Zigaretten und Bargeld auf und flüchtete anschließend mit der Beute in Richtung Moerser Innenstadt. Der Täter wird anhand seiner Stimme auf etwa 20 bis 40 Jahre geschätzt und sprach einwandfreies Hochdeutsch. Bei der Tat trug er eine schwarze Sturmhaube, einen schwarzen Kapuzenpullover, schwarze Hose, schwarze Schuhe und schwarze Handschuhe. Die Polizeiwache Süd in Moers nimmt Hinweise unter 02841 / 171-0 entgegen. Mehr dazu
Am Dienstag, 22. September, stoppte die Polizei in Euskirchen einen 32-jährigen Mann auf einem E-Scooter auf der Gottfried-Kinkel-Straße. Ein freiwilliger Speicheltest zeigte positiv auf Cannabis; bei der Durchsuchung fanden Beamte ein sogenanntes Neck-Knife — ein kleines Messer, das er um den Hals trug. Besonders brisant: Zu Jahresbeginn hatte die Behörde dem Mann bereits ein Messertrageverbot auferlegt. Mehr dazu
Am 24. September wurde in Euskirchen ein 44-jähriger Mann aus Turkmenistan gegen 15 Uhr in einem Geschäft in der Spiegelstraße festgenommen. Er hatte ein Parfüm gestohlen und schlug beim Versuch des Ladendetektivs, ihn aufzuhalten, nach diesem. Auf der Spiegelstraße konnten Polizisten den Mann fixieren und festnehmen. Gegenüber den Beamten gab er zunächst falsche Personalien an. Mehr dazu
Bei einer Kontrolle in Bonn-Castell fiel ein 56-jähriger Autofahrer durch Anzeichen von Drogenkonsum auf. Ein freiwilliger Urinvortest schlug positiv auf Kokain an; anschließend wurde ihm auf der Polizeiwache Ramersdorf Blut entnommen. Zusätzlich fanden Beamte in der Seitentür seines Audis ein Einhandmesser, weshalb gegen ihn auch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurde. Seine 23-jährige Beifahrerin hatte zwei kleinere Mengen Betäubungsmittel dabei, die beschlagnahmt wurden. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Die Woche verzeichnete mehrere Fälle, in denen Tatverdächtige Messer einsetzten oder Schusswaffen abgefeuert wurden. Der tödliche Messerangriff auf eine 36-Jährige in Coesfeld am 23. September ist der gravierendste davon — der mutmaßliche Täter sitzt seit dem 25. September in Untersuchungshaft. Mehr dazu. Bei der Schießerei in Köln-Ossendorf am 26. September wurde ein 37-Jähriger durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt; die Täter sind flüchtig. Mehr dazu. Beim bewaffneten Tankstellenraub in Moers am 23. September hielt der Täter dem Kassierer ein Messer vor. Mehr dazu. Beim Überfall auf einen Fahrdienst-Fahrer in Düsseldorf hielten die Täter dem Opfer ebenfalls ein Messer an den Hals. Mehr dazu. Bei dem Kölner Raubüberfall, zu dem ein Verdächtiger sich stellte, war ebenfalls ein Messer im Einsatz. Mehr dazu. Der in Köln-Zollstock festgenommene mutmaßliche Drogendealer führte ein Einhand- und ein Halsmesser mit sich. Mehr dazu. In Euskirchen trug ein 32-Jähriger trotz behördlichem Messertrageverbot ein Neck-Knife beim E-Scooter-Fahren. Mehr dazu.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung tödlicher Messerangriffe und der gleichzeitige Betrieb mehrerer Mordkommissionen: In Coesfeld, Essen und Köln liefen zur selben Zeit schwere Ermittlungsverfahren wegen Tötungsdelikten oder lebensgefährlicher Körperverletzung. Daneben stach die wiederholte Verwendung von Messern als Tatmittel bei Raubtaten und im Drogenhandelsumfeld hervor — von Tankstellen über Taxis bis zu Drogendealer-Festnahmen zog sich das Muster durch die Woche.
Auf der präventiven Seite zog die Polizei Gelsenkirchen nach ihrer Beteiligung an den europaweiten ROADPOL Safety Days (16.–22. September) Bilanz: Insgesamt stellten Beamtinnen und Beamten über 100 Verstöße in Form von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten fest. Im Fokus standen Kindersicherung in Fahrzeugen, Ablenkung durch Smartphones sowie Alkohol und Drogen am Steuer. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.