Ein Anwohner der Mühlhäuser Arndtstraße ist Opfer eines raffinierten Betrugschemas geworden. Am Freitag erhielt er zunächst einen Anruf von jemandem, der sich als Mitarbeiter seines Bankinstituts ausgab. Der Anrufer berichtete von einer unberechtigten Abbuchung im vierstelligen Betrag und fragte, ob diese aufgehalten werden soll. Der Mann stimmte zu, das Telefonat endete.
Kurz darauf klingelte das Telefon erneut. Diesmal gab sich der Anrufer als Polizist aus Mühlhausen aus. Er konstruierte eine Geschichte von einer „Diebesbande“ in der Nachbarschaft und erklärte, dass bald ein Unternehmen vorbeikommen würde, um die Polizei bei der Fahndung zu unterstützen. Der Mann glaubte die Geschichte und stimmte zu.
Gegen 16:30 Uhr erschien tatsächlich ein Mann an seiner Haustür in der Arndtstraße. Der Anwohner übergab ihm Wertgegenstände im Wert von mehreren hundert Euro. Nach der Übergabe verschwand der Mann in unbekannte Richtung.
Die Polizei beschreibt den Tatverdächtigen als etwa 20 bis 25 Jahre alt, circa 170 Zentimeter groß und von schlanker Statur. Er hatte kurzes Haar und trug eine blaue Jeans sowie ein T-Shirt.
Die Polizei Mühlhausen sucht nun Zeugen, die den Mann beobachtet haben oder Hinweise zu seiner Identität geben können. Sachdienliche Informationen werden unter der Telefonnummer 03601/4510 entgegengenommen (Aktenzeichen: 0278724).
So schützen Sie sich vor dieser Betrugsmasche:
Die Polizei warnt eindringlich: Sie fordert niemals dazu auf, Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung zu übergeben. Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Vermögen und Wertgegenstände. Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Lassen Sie niemals fremde Personen in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, auch wenn sie behaupten, von der Polizei zu sein. Beachten Sie: Telefonnummern im Display werden häufig elektronisch manipuliert. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie Angehörige oder rufen Sie die Polizei unter einer selbst recherchierten Nummer an.
Die Entwicklung im Unstrut-Hainich-Kreis
2024 zählte die Polizei im Unstrut-Hainich-Kreis 843 Betrugsfälle, 2025 waren es 837 — 0,7 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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