Am Freitag ist eine 73 Jahre alte Frau in Huchting Opfer von Telefonbetrügern geworden. Eine Anruferin behauptete, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und dabei selbst schwer verletzt worden sei. Für eine dringende Notoperation müsse die Mutter eine Kaution hinterlegen.
Daraufhin übernahm ein angeblicher Polizeikommissar das Gespräch und gab der Frau Anweisungen für eine Geldübergabe. Unter dem zeitlichen Druck des Telefonats verunsichert, übergab die 73-Jährige einem Mann wenig später eine hohe Summe Bargeld.
Der Betrug flog auf, als ihr Sohn kurz darauf nach Hause kam. Die Kriminalpolizei hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.
So schützen Sie sich vor Telefonbetrug
Bei Unsicherheit können Sie die 110 anrufen – nutzen Sie aber nicht die Rückruftaste, um den Anrufer zu überprüfen. Legen Sie auf, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder nicht sicher sind, wer anruft. Kontaktieren Sie Angehörige stets unter einer Ihnen bekannten Nummer. Sprechen Sie nie über Ihre finanziellen Verhältnisse am Telefon. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
Wichtig: Die Operation nach einem Unfall ist nie von einer Geldzahlung abhängig.
Betrugsfälle in Bremen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 11.700 Betrugsfälle, das sind 1.660 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Bremen deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Bremen
Auch aus Bremen:
Mehr Polizeimeldungen: