Bielefeld – Am Dienstag, 14. Juli 2026, haben Betrüger in Bielefeld mit zahlreichen Schockanrufen versucht, Bürger um ihr Geld und Wertsachen zu bringen. Die Polizei warnt vor den perfiden Maschen der Täter.
Gegen 13:30 Uhr rief ein falscher Polizist eine 83-jährige Bielefelderin an und behauptete, ihr Sohn habe bei einem Unfall ein Mädchen totgefahren. Daraufhin forderte der Anrufer die Zahlung einer Kaution. Die Seniorin durchschaute den Betrug jedoch, beendete das Gespräch und informierte die Polizei.
Im Laufe des Dienstags erhielten zahlreiche weitere Bielefelder identische Anrufe. In mindestens einem Fall gelang es den Betrügern, eine Frau derart emotional unter Druck zu setzen, dass sie begann, Wertsachen zusammenzusuchen. Erst als das Telefonat unvermittelt abbrach, rief sie selbstständig die Polizei an – und erfuhr so, dass sie einem Betrug aufgesessen war. Zur Geldübergabe war es nicht gekommen.
Parallel berichten Bielefelder der Polizei von einer weiteren Betrugsmasche: Anrufer behaupteten, in der Nachbarschaft habe sich ein Raubüberfall ereignet. Um angeblich die Vermögenswerte zu sichern, sollten die Opfer ihre Wertsachen an einem benannten Ort hinterlegen. Angebliche Polizisten würden diese dann zur sicheren Verwahrung abholen.
Die Polizei Bielefeld warnt vor der Kreativität der Betrüger. Sie geben sich nicht nur als Polizisten aus, sondern auch als Staatsanwälte, Bankmitarbeiter oder Ärzte. Die Behörde rät Bürgern: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie auf und rufen Sie Angehörige unter bekannten Nummern oder die Polizei unter 110 an.
