Betrüger geben sich als Schrottsammler aus und stehlen Schmuck

(Symbolbild)

In Wolfenbüttel haben Betrüger zwei Seniorinnen um Schmuck gebracht. Die Polizei warnt vor dieser Masche und gibt Tipps zur Prävention.

Am 30. September gegen 11:45 Uhr klingelte ein Mann an der Haustür einer über 80 Jahre alten Frau und gab sich als Schrottsammler aus. Die Seniorin ließ ihn in ihr Haus eintreten. In einem unbeobachteten Moment stahl der Mann eine Schmuckkiste mit einem Wert von etwa 3.000 Euro.

Der Täter wird beschrieben als männlich, untersetzt, etwa 40 bis 50 Jahre alt. Er trug eine olivenfarbene Weste und ein Karohemd, hatte ein glattes Gesicht ohne Bart und sprach hochdeutsch.

Am selben Tag gegen 12:00 Uhr erschien ein anderer Täter an der Haustür einer weiteren Seniorin. Er behauptete, für einen in Notlage befindlichen Enkel der Frau Schmuck und Bargeld abholen zu müssen. Bei der Übergabe von Wertsachen entstand ein Schaden von etwa 3.000 Euro.

Die Polizei Wolfenbüttel weist darauf hin, dass Betrüger häufig mit verschiedenen Vorwänden arbeiten: als Schrottsammler, um ein Glas Wasser zu bitten, Reparaturen anzubieten, Geld für notleidende Verwandte zu fordern oder zur Toilette gehen zu wollen. Durch geschickte Gesprächsführung versuchen sie, in Wohnräume zu gelangen, um dort Wertsachen zu stehlen. Oft gelingt es mehreren Tätern unbemerkt einzudringen.

Besonders häufig sind Seniorinnen und Senioren Opfer dieser Betrügereien, da sie tagsüber oft zu Hause sind.

Die Polizei empfiehlt: Schauen Sie durch den Türspion oder ein Fenster, bevor Sie öffnen. Lassen Sie Fremde nicht eintreten, ohne dass Sie einen konkreten Auftrag an eine selbst ausgesuchte Firma erteilt haben. Fordern Sie bei aufdringlichen Personen laut um Hilfe. Leisten Sie als Nachbar gegenseitige Unterstützung. Verlangen Sie immer einen Beschäftigungs- oder Dienstausweis und überprüfen Sie dessen Echtheit. Im Grundsatz sollten Fremde keinen Zutritt zu Ihren Räumen erhalten.

Angehörige sollten ältere Verwandte und Bekannte über diese Maschen aufklären. Die Polizei bittet Hinweisgeber und weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 05331 933-0 zu melden.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 565 Betrugsfällen im Landkreis Wolfenbüttel konnte die Polizei 2025 432 aufklären, das sind 76,5 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 73,6 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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