In Dransfeld hat ein Betrüger am Montag, 28. September 2026, gegen 16.00 Uhr mehrere EC-Karten erbeutet, indem er sich als Mitarbeiter der Volksbank ausgab. Der Mann konnte unerkannt entkommen.
Der Unbekannte hatte zuvor bei seinen späteren Opfern angerufen und behauptet, er sei von der „Kriminaltechnischen Untersuchung der Volksbank“. Im Telefonat setzte er die Frau unter Druck und erklärte, sie würde sich strafbar machen, wenn sie keine Angaben zu ihren Konten machte. Die gestohlenen Karten wurden später gesperrt.
Nach Beschreibung der Polizei soll der Täter etwa 25 Jahre alt und ungefähr 175 Zentimeter groß sein. Er hat dunkle, kurze Haare. Bekannt ist von seiner Kleidung bislang ein helles T-Shirt und eine Jeans.
Die Polizei Göttingen warnt: Dies ist nicht der erste Fall dieser Art. In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrere ähnliche Betrügereien. Die Täter rufen vornehmlich ältere Menschen an und behaupten, deren EC- oder Kontokarten seien fehlerhaft und müssten überprüft werden. Ansonsten würden die Betroffenen sich strafbar machen. Anschließend erscheinen falsche Bankmitarbeiter an den Wohnanschriften, nehmen die Karten und die PIN entgegen und führen später Bargeldverfügungen durch.
Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen, gibt folgende Ratschläge: „Übergeben Sie niemals Karte und PIN an fremde Personen. Notieren Sie die PIN nie auf der Karte. Geldinstitute kontaktieren Kunden nicht telefonisch bei sicherheitsrelevanten Feststellungen. Beenden Sie das Telefonat selbst und fragen Sie bestenfalls persönlich bei Ihrem Geldinstitut nach. Seien Sie misstrauisch. Misstrauen hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun. Informieren Sie die Polizei über solche Vorgänge.“
Hinweise zu dem Fall nimmt das Polizeikommissariat Hann. Münden unter der Telefonnummer 05541/9510 entgegen.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 3.177 Betrugsfällen im Landkreis Göttingen konnte die Polizei 2025 2.230 aufklären, das sind 70,2 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 73,6 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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