Betrüger klingelt bei Polizist: Festnahme nach vorgespielter Notsituation in Nürnberg

(Symbolbild)

Ein 44-jähriger Deutscher ist am Montagnachmittag in Nürnberg festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, mit einer vorgetäuschten Notsituation 50 Euro zu erbeuten. Der Mann hatte ausgerechnet bei einem Polizeibeamten geklingelt.

Gegen 15:15 Uhr erschien der Mann an der Tür eines Hauses in der Josef-Simon-Straße im Nürnberger Stadtteil Langwasser. Dort gab er sich als neuer Nachbar aus, der sich ausgesperrt habe und deshalb 50 Euro für einen Schlüsseldienst benötige.

Der Anwohner entpuppte sich jedoch als Polizeibeamter, dem diese Betrugsmasche bereits bekannt war. Als sich der Beamte zu erkennen gab, ergriff der 44-Jährige sofort die Flucht. Bei der anschließenden Fahndung konnten Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd den Tatverdächtigen vorläufig festnehmen.

Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts des versuchten Betrugs strafrechtlich verantworten. Die weiteren Ermittlungen führt das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg.

Die Polizei rät: Übergeben Sie kein Bargeld an unbekannte Personen – auch dann nicht, wenn diese sich als Nachbarn ausgeben und eine Notlage schildern. Bieten Sie stattdessen an, selbst beim Schlüsseldienst oder bei Angehörigen anzurufen. Wer tatsächlich Hilfe benötigt, wird dieses Angebot annehmen. Im Zweifel sollte der Polizeinotruf 110 gewählt werden.

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