Betrüger haben am Montag Bürger in Kamenz, Görlitz, Löbau und Wachau mit schockierenden Anrufen belästigt. Nach der Anrufwelle meldete sich bislang kein Geschädigter, der auf die Masche hereingefallen ist.
Bei einigen Fällen gaben sich die Anrufer als Kriminalpolizisten aus. Sie berichteten von Einbrüchen und Raubüberfällen in der unmittelbaren Nachbarschaft und fragten die Bürger, wie viel Geld und welche Wertgegenstände sie zu Hause haben. Bevor die Betrüger ihre Geschichte zu Ende erzählen konnten, legten die angerufenen Bürger auf.
Bei den übrigen Haushalten arbeiteten die Kriminellen mit einer anderen Schockmeldung: Sie teilten mit, dass angeblich eine Angehörige gerade in die Notaufnahme eingeliefert worden sei. Sie schilderten einen kritischen Gesundheitszustand und sprachen von Darmkrebs mit Metastasen in Lunge und Leber. Als vermeintlicher Ausweg präsentierten sie ein spezielles Medikament, das 150.000 Euro kosten sollte. Auch in diesen Fällen verhielten sich alle Angerufenen richtig: Sie beendeten das Gespräch, kontaktierten ihre Angehörigen und benachrichtigten die Polizei.
So schützen Sie sich vor Betrügern
Die Polizeidirektion Görlitz warnt davor, dass in den kommenden Tagen weitere derartige Anrufe eingehen könnten. Lassen Sie sich nicht auf solche Maschen ein. Übergeben Sie auf keinen Fall Geld oder Wertgegenstände am Telefon. Wenden Sie sich im Zweifelsfall direkt an Angehörige, Nachbarn oder die Polizei.
Die Entwicklung im Landkreis Görlitz
2024 zählte die Polizei im Landkreis Görlitz 1.438 Betrugsfälle, 2025 waren es 1.560 — 8,5 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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