Ein 67-Jähriger aus Coburg hat einen raffinierten Betrugsversuch mit falschen Polizeibeamten durchkreuzt. Bei der vereinbarten Geldübergabe nahm die Polizei eine 23-jährige Frau fest, die das vermeintliche Lösegeld abholen sollte. Sie sitzt nun in Untersuchungshaft.
Den Betrügern war am Dienstagnachmittag gegen 14.15 Uhr ein raffinierter Plan misslungen: Eine vermeintliche Polizeibeamtin hatte den 67-Jährigen angerufen und behauptet, seine Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht. Zur Abwendung einer Haftstrafe müsse er eine Kaution von über 30.000 Euro übergeben.
Doch der Coburger durchschaute die Masche sofort. Er hielt die Betrüger in der Leitung, während seine Ehefrau die echte Polizei verständigte. Dann spielte er mit: Er vereinbarte mit den Kriminellen eine Geldübergabe im Bereich der Poststraße.
Als die 23-jährige Polin dort erschien, um das Geld entgegenzunehmen, war die Überraschung perfekt. Der findige Coburger übergab ihr nicht das geforderte Bargeld, sondern eine Tasche mit nur einem Laib Brot. Polizeikräfte, die bereits vor Ort waren, nahmen die Frau unmittelbar nach der Übergabe fest.
Die 23-Jährige wurde am Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach vorgeführt. Der Richter erließ Haftbefehl. Sie sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Coburg weiter.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Bayern um 4,3 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 58.827 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 79,3 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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