Die Polizei Oldenburg warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Unbekannte über gefälschte SMS-Nachrichten an sensible Kundendaten gelangen und anschließend digitale SIM-Karten aktivieren. In mehreren Fällen sind den Geschädigten dadurch Kosten im vierstelligen Bereich entstanden.
Das Vorgehen der Täter ist perfide und wirkt auf den ersten Blick harmlos: Die Betroffenen erhalten eine SMS, die vermeintlich von ihrem Mobilfunkanbieter stammt. Sie werden darin aufgefordert, ihre Kundendaten zu bestätigen. Die Nachricht wirkt wie eine übliche Überprüfung von Daten – wer denkt schon böse davon?
Doch hinter dieser Fassade steckt kriminelle Absicht. Den Tätern gelingt es auf diese Weise, eine sogenannte E-SIM für den jeweiligen Mobilfunkvertrag zu aktivieren. Eine E-SIM ist eine digitale SIM-Karte, die ohne eine klassische SIM-Karte im Mobiltelefon genutzt werden kann. Mit dieser Kontrolle über den Vertrag buchen die Kriminellen anschließend kostenpflichtige Dienste von Drittanbietern. Teilweise summierten sich die Rechnungen auf vierstellige Beträge auf. In einigen Fällen konnten die Forderungen nach Rücksprache mit den Mobilfunkanbietern rückgängig gemacht werden.
Die Polizei rät, unerwartete SMS und darin enthaltene Links grundsätzlich kritisch zu prüfen und keine Zugangsdaten oder Bestätigungscodes preiszugeben. Zusätzlich können eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter vor Missbrauch schützen.
Wer bereits auf eine solche Nachricht reagiert hat oder unbekannte Abbuchungen auf seinem Konto festgestellt hat, sollte umgehend seinen Mobilfunkanbieter kontaktieren, sein Kundenkonto sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten. Rückfragen beantwortet die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland unter Telefon 0441/790-4004 oder per E-Mail an pressestelle@pi-ol.polizei.niedersachsen.de.
Die Entwicklung in Oldenburg (Oldenburg)
2024 zählte die Polizei in Oldenburg (Oldenburg) 1.430 Betrugsfälle, 2025 waren es 1.477 — 3,3 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen
Auch aus Niedersachsen:
Mehr Polizeimeldungen: