Ein schwer betrunkener 35-Jähriger hat in den frühen Morgenstunden des 18. Mai in Neubrück Rettungskräfte angegriffen und anschließend eine Großsuchaktion ausgelöst. Der Mann war zunächst hilfsbedürftig und wurde von einem Rettungswagen versorgt.
Nach Beginn der Erstversorgung wurde der 35-Jährige jedoch zunehmend verbal ausfallend und schließlich handgreiflich gegenüber den Helfern. Daraufhin rief die Rettungswagenbesatzung die Polizei Peine zur Unterstützung. Zwischenzeitlich verließ der Mann den Rettungswagen und flüchtete in ein Waldstück.
Aufgrund seines Zustandes, der Witterung und des schwierigen Geländes mit Gräben und teilweise sumpfartigen Flächen bestand trotz seines Verhaltens Lebensgefahr für den 35-Jährigen. Sofort startete eine größere Suchaktion. Weitere Streifenwagen aus umliegenden Dienststellen und eine Drohne der Feuerwehr kamen zum Einsatz, ein Polizeihubschrauber stand ebenfalls bereit.
Nach rund anderthalb Stunden fanden die Einsatzkräfte den Mann und transportierten ihn ins Klinikum Peine. Da er sich nicht beruhigt hatte, mussten Polizisten den Transport begleiten. Während der Fahrt randalierte er im Rettungswagen und beschimpfte sowie bedrohte die Rettungskräfte weiterhin massiv.
Nach kurzer Behandlung im Krankenhaus wurde der 35-Jährige in Polizeigewahrsam gebracht. Mehrere Strafverfahren erwarten ihn nun.