Ein betrunkener Autofahrer hat am Sonntagabend in Langenau einen Verkehrsunfall verursacht und ist dann mit quietschenden Reifen von der Unfallstelle geflohen. Nur durch das beherzte Handeln eines Zeugen konnte der 38-Jährige gefasst werden.
Der Unfall ereignete sich gegen 21.45 Uhr im Ortsteil Albeck in der Werdenbergstraße. Ein 49-jähriger Renault-Fahrer war dort unterwegs, als ein 38-Jähriger mit seinem Fiat von der Straße Alte Steige in die Werdenbergstraße einfuhr – ohne auf die Vorfahrt des Renault-Fahrers zu achten. Die beiden Fahrzeuge kollidierten.
Bei dem Zusammenstoß wurden zwei Insassen des Renault leicht verletzt: die 43-jährige Beifahrerin und die neunjährige Tochter des Fahrers. Der Unfallverursacher kümmerte sich nicht um die Folgen. Stattdessen beschleunigte er sein Fahrzeug und flüchtete mit quietschenden Reifen von der Unfallstelle.
Ein aufmerksamer Zeuge verfolgte den 38-Jährigen bis zu einer Tankstelle in Seligweiler und alarmierte die Polizei. Als die Streife eintraf, versuchte der Mann zu Fuß zu flüchten, wurde aber von den Beamten gefasst. Bei der Kontrolle stellte sich schnell heraus, dass der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von drei Promille – ein deutliches Zeichen der Alkoholvergiftung. Der 38-Jährige wurde zur Blutprobe in eine Klinik gebracht.
Die Polizei Ulm ermittelt gegen ihn wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Der Sachschaden fällt erheblich aus: Am Renault entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro, am Fiat von rund 3.000 Euro. Der nicht mehr fahrbereite Renault musste abgeschleppt werden.