Aufmerksame Zeugen haben am Abend des 13. Juli 2026 auf der A20 einen gefährlichen Fahrer gestoppt. Ein 57-jähriger Lkw-Fahrer war gegen 21:45 Uhr in starken Schlangenlinien auf der Richtungsfahrbahn Berlin unterwegs und hatte eine Leitplanke berührt. Zeugen riefen die Polizei.
Kurz hinter der Anschlussstelle Pasewalk Süd stellten Polizisten das Lkw-Gespann fest. Sie bestätigten, dass der Fahrer tatsächlich in Schlangenlinien über die Autobahn steuerte. Bei einer Verkehrskontrolle zeigte ein Atemalkoholtest 1,79 Promille an.
Die Befragung des 50-jährigen Hinweisgebers offenbarte das volle Ausmaß der Gefahr. Der Mann war hinter dem Lkw geblieben, hatte sein Warnblinklicht eingeschaltet und warnte so den folgenden Verkehr. Er berichtete, dass der 57-Jährige bereits zwischen den Anschlussstellen Neubrandenburg Ost und Friedland so unkontrolliert fuhr, dass er mehrere Meter lang die rechte Leitplanke touchierte. Anschließend hielt der Fahrer auf dem Standstreifen. Der Zeuge sprach ihn an und bemerkte einen starken Alkoholgeruch sowie eine angebrochene Schnappsflasche im Führerhaus. Daraufhin begab sich der 50-Jährige zu seinem Fahrzeug, um die Polizei zu rufen – eine Gelegenheit, die der betrunkene Fahrer nutzte, um weiterzufahren.
Auf dem Rastplatz Ravensmühle erkannte ein zweiter, bislang unbekannter Lkw-Fahrer die gefährliche Situation. Er setzte sich vor den alkoholisierten Fahrer und versuchte ihn durch langsames Fahren zum Halten zu bremsen. Der 57-Jährige reagierte mit aggressivem Fahrverhalten: Er überholte den guten Samariter auf der linken Spur und drängte ihn von der Fahrbahn ab. Der unbekannte Fahrer musste auf den Standstreifen ausweichen.
Die Polizei sicherstellte den Führerschein des 57-Jährigen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Nötigung und Unfallflucht ermittelt.
Die Polizei dankt dem couragierten Verhalten des 50-jährigen Zeugen und des unbekannten Lkw-Fahrers, die durch ihr Handeln Schlimmeres verhindert haben. Der unbekannte Fahrer wird gebeten, sich im Polizeihauptrevier Pasewalk unter 03973 2200, bei der Onlinewache des Landes M-V unter www.polizei.mvnet.de oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
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