Bewaffneter Mann schießt in Kulturverein – Flucht endet am Kiosk

(Symbolbild)

Ein maskierter 18-Jähriger hat in der Nacht zum Freitag in einem Kulturverein in Gelsenkirchens Altstadt das Feuer auf Gäste eröffnet. Der Niederländer betrat gegen 0.20 Uhr die Räumlichkeiten an der Hiberniastraße, richtete eine Schusswaffe auf die anwesenden Menschen und flüchtete anschließend in einem bereitgestellten Auto.

Mit ihm im Wagen saßen zwei weitere Personen: eine 23-jährige Fahrerin und eine 15-Jährige, beide ebenfalls niederländische Staatsbürger und in den Niederlanden wohnhaft. Als Polizeibeamte das Auto auf der Grothusstraße entdeckten und Anhaltesignale gaben, ignorierte die Fahrerin diese und beschleunigte das Fahrzeug. In Richtung Horst kam es während der Flucht zu mehreren gefährlichen Situationen. An der Kranefeldstraße verlor die 23-Jährige die Kontrolle über das Auto und prallte gegen die Wand eines Kiosks.

Die drei Insassen wurden unverletzt festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Essen stellte Anträge auf Untersuchungshaft gegen die beiden älteren Tatverdächtigen. Ein Haftrichter erließ am Freitag, 26. Juni, einen Haftbefehl gegen den 18-Jährigen wegen versuchten Mordes und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die 23-Jährige wird der Beihilfe beschuldigt; das Amtsgericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete ihre Verhaftung an. Beide wurden in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die 15-Jährige wurde dem Jugendamt übergeben.

Die Polizei Gelsenkirchen hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft Essen eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf der Tat laufen.

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