Eine 72-jährige Bielefelderin hat am Montagnachmittag beim Abbiegen einen 7-jährigen Radfahrer übersehen und ist nach dem Unfall weitergefahren. Der Junge wurde leicht verletzt, seine Mutter hatte der Seniorin gesagt, sie solle rechts ranfahren und warten.
Der Unfall ereignete sich gegen 15:10 Uhr an der Einmündung Rüggesiek/Salzufler Straße. Die 72-Jährige war mit ihrem Skoda Fabia auf der Straße Rüggesiek unterwegs und wollte auf die Salzufler Straße abbiegen. Dabei achtete sie nur auf den von links kommenden Verkehr und übersah den Jungen, der mit seinem Fahrrad den Gehweg der Salzufler Straße in entgegengesetzter Richtung fuhr und in die Straße Rüggesiek abbiegen wollte.
Der 7-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, stieß sich aber von seinem Fahrrad ab und fiel zu Boden. Dabei verletzte er sich leicht. Sein Fahrrad blieb unter dem Vorderrad des Skoda liegen. Die Seniorin hielt zunächst an, stieg aus und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden des Jungen. Die Mutter des Kindes, die hinter ihrem Sohn gefahren war, kümmerte sich um den aufgebrachten und leicht verletzten Jungen.
Nach Angaben der Mutter sagte sie der Seniorin, diese solle die Unfallstelle frei machen, rechts ranfahren und warten. Die 72-Jährige antwortete jedoch, dass nichts passiert sei, und fuhr weiter. Über das abgelesene Kennzeichen ermittelten die Polizisten die Fahrerin und befragten sie zu dem Vorfall. Sie bestätigte den Zusammenstoß und gab an, nur weitergefahren zu sein, weil die Mutter gesagt habe, dass alles in Ordnung sei.
Die Seniorin muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und des Verdachts der Unfallflucht verantworten. Die Polizei erinnert daran, immer die Polizei zu rufen, wenn ein Kind an einem Unfall beteiligt ist. Wer weiterfährt, ohne die Polizei zu informieren, setze sich dem Verdacht der Unfallflucht aus.