Ein Gifhorner ist Opfer eines Betrugsfalls geworden, bei dem ihm angebliche Bitcoin-Millionen versprochen wurden. Am vergangenen Wochenende erstattete er Anzeige bei der Polizei Gifhorn.
Der Mann war per E-Mail von einer Firma kontaktiert worden, die ihm mitteilte, dass er über 25 Bitcoins verfüge. Als er sich einen Teil dieses angeblichen Guthabens in Euro auszahlen lassen wollte, stellte die Firma ihm eine Summe von mehr als zwei Millionen Euro in Aussicht. Zur Bedingung machte sie, dass er zunächst eine Kaution von mehr als 100.000 Euro hinterlege. Der Gifhorner überwies den geforderten Betrag. Seitdem ist die Firma nicht mehr erreichbar – weder auf Anrufe noch auf Nachrichten über einen Messenger-Dienst reagiert sie. Das versprochene Geld wurde nie ausgezahlt.
Bei dieser Form des Cybertrading-Betrugs werben Täter gezielt mit hohen Gewinnen aus angeblichen Anlagen in Kryptowährungen oder anderen Finanzprodukten. Betroffene bekommen zunächst den Eindruck, ihr Guthaben wachse. Sobald sie sich jedoch Geld auszahlen lassen möchten, werden weitere Zahlungen verlangt – etwa für angebliche Gebühren, Steuern oder eine Kaution. Trotz der Überweisungen bleibt die Auszahlung aus, und der Kontakt bricht schließlich ab.
So schützen Sie sich vor Cybertrading-Betrug
Die Polizei rät, bei unerwarteten Mitteilungen über angebliche Vermögenswerte oder Gewinne besonders vorsichtig zu sein. Überweisen Sie kein Geld, um eine Auszahlung freizuschalten, und lassen Sie sich nicht durch Zeitdruck unter Druck setzen. Prüfen Sie unabhängig, ob die angegebene Firma tatsächlich existiert und für Finanzgeschäfte zugelassen ist – nutzen Sie dafür nicht ausschließlich Links oder Kontaktdaten aus der Nachricht selbst. Sprechen Sie vor einer größeren Überweisung mit einer Vertrauensperson. Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Die Entwicklung im Landkreis Gifhorn
2024 zählte die Polizei im Landkreis Gifhorn 1.229 Betrugsfälle, 2025 waren es 1.144 — 6,9 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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