Der Autohersteller BMW ist im zweiten Quartal 2026 in massive wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Der Konzerngewinn brach um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, wie BMW am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank gleichzeitig um 7,9 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro.
Für das gesamte erste Halbjahr 2026 fällt die Bilanz noch düsterer aus: Der Konzernüberschuss rutschte um 28,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro ab. Die Konzernumsatzerlöse betrugen 62,3 Milliarden Euro – ein Rückgang um 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Hintergrund der schwachen Zahlen ist eine deutliche Absatzkrise in Asien. Bereits am 16. Juni 2026 hatte BMW seine Jahresprognose für 2026 angepasst. Während der Konzern in Europa und den USA weiterhin mit positiven Verkaufsentwicklungen rechnet, können diese Gewinne die Verluste in China und der Region Asien-Pazifik nicht ausgleichen. BMW erwartet einen Rückgang des chinesischen Automobilmarktes. Erschwerend hinzu kommt, dass chinesische Fahrzeughersteller zunehmend auch in anderen Märkten der Region Asien-Pazifik aktiv werden und damit den Wettbewerb intensivieren. Der Münchner Konzern sieht sich dieser Konkurrenzsituation nicht gewachsen.
Als Reaktion auf die Krise plant BMW laut einem Bericht des Handelsblatts einen drastischen Stellenabbau. Demnach will der Konzern weltweit etwa 8.000 Arbeitsplätze streichen. Durch das Sparprogramm sollen jährlich eine Milliarde Euro eingespart werden. Das Handelsblatt berief sich auf Informationen aus Konzernkreisen.
Autor: dts Nachrichtenagentur