Nur durch Sprünge zur Seite konnten sich mehrere Passanten in der Nacht zu Sonntag vor einem rücksichtslosen Autofahrer in Hannover-Linden retten. Der 18-Jährige war mit seinem BMW mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone gerast und stoppte erst wenige Meter vor einem Polizisten, der ihn zum Anhalten aufgefordert hatte.
Nach Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Limmer fuhr der junge Mann in der Nacht zum 31. Mai 2026 zwei Mal verbotenerweise durch die Fußgängerzone der Limmerstraße. Bei der ersten Fahrt gegen 1.30 Uhr beobachteten Mitarbeiter des Städtischen Ordnungsdienstes mehrere Passanten auf der zu diesem Zeitpunkt mit mehreren hundert Menschen gut besuchten Limmerstraße, die sich durch Sprünge zur Seite vor dem heranrasenden Fahrzeug retten mussten.
Ein Mitfahrer hinten rechts im BMW saß oder hing bei geöffnetem Fenster mit dem Oberkörper nach draußen und gestikulierte wild. Gegen 1.50 Uhr raste das Fahrzeug erneut durch die Straße – diesmal filmte der Mitfahrer mit seinem Handy aus dem Fenster.
Die zweite Fahrt endete, als ein Polizist und ein Mitarbeiter des Städtischen Ordnungsdienstes den Fahrer zum Halten aufforderten. Trotz der deutlichen Signale stoppte das Fahrzeug erst wenige Meter vor den Beamten. Gegen den 18-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotener Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Zudem wurde sein Führerschein beschlagnahmt.
Die Polizei sucht nach Passanten, die zur Seite springen mussten. Auch Zeugen, die die Fahrten gefilmt haben, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Limmer unter Telefon 0511 109-3915 zu melden.