Bodenfeuchte Baden-Württemberg: Schwere Trockenheit dominiert das Land

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Baden-Württemberg eine flächendeckende Trockenheitssituation. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist überwiegend die Klasse „schwere Duerre“ (rot) auf, ergänzt durch dunkelrote Zonen der Klasse „extreme Duerre“ im östlichen und südlichen Landesteil. Nur schmale Streifen entlang des Oberrheins und vereinzelte Flecken im Schwarzwald zeigen orange gefärbte Bereiche mit moderater Trockenheit. Grün- oder Blautöne, die normale bis feuchte Verhältnisse anzeigen würden, sind auf der Karte praktisch nicht sichtbar.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Extreme Ausprägung im Osten und Süden

Der südliche Landesteil — insbesondere die Donauregion und das südliche Alpenvorland — ist nach der vorliegenden 14-Tage-Mittelwert-Karte am stärksten betroffen und zeigt dunkelrote Einfärbung der Klasse „extreme Duerre“. Das östliche Baden, die Region um Heilbronn und Teile Schwabens folgen mit dominanter roter Färbung (Klasse „schwere Duerre“). Der Schwarzwald und die Baar sind ebenfalls in diese schweren Trockenheitszonen eingebettet. Nur die unmittelbare Rheinebene zwischen Karlsruhe und Mannheim sowie kleine Areale des nördlichen Schwarzwaldes zeigen orange Bereiche mit etwas geringerer Trockenheitsintensität.

Keine Niederschläge in den vergangenen sieben Tagen

Die Wetterdaten unterstreichen das Trockenheitsbild: In den letzten sieben Tagen sind im Durchschnitt 0 mm Niederschlag gefallen, und für die nächsten drei Tage wird keine Niederschlagsmenge erwartet. Dies bedeutet, dass auch der träge reagierende Gesamtboden keine kurzfristige Entlastung erfährt. Während oberflächliche Regenfälle den Oberboden relativ schnell befeuchten würden, hindern die anhaltenden trockenen Bedingungen den Feuchtigkeitsaufbau in tieferen Bodenschichten. Die 14-Tage-Mittelung der Karte dämpft kurzfristige Schwankungen; die aktuell ausbleibenden Niederschläge verschärfen die durch die Karte dokumentierte Situation jedoch kontinuierlich.

Folgen für Landwirtschaft, Wald und Wasserversorgung

Die Klasse „schwere Duerre“ tritt statistisch etwa alle 20 Jahre auf; die Klasse „extreme Duerre“ ist noch seltener (etwa alle 30 Jahre). Für Baden-Württemberg bedeutet dies erhebliche Anforderungen an Bewässerungssysteme in der Landwirtschaft und Belastung des Wald-Ökosystems. Grundwasserbestände in den betroffenen Regionen, insbesondere im Süden und Osten, bauen sich unter diesen Bedingungen nicht auf; Quellen und kleinere Wasserläufe sind gefährdet. Die Wasserversorgung größerer Siedlungen bleibt zwar in der Regel stabil, doch regionale Einschränkungen oder Nutzungsgebote können nicht ausgeschlossen werden, sollte die Trockenheit anhalten.

Die Karte wird vom UFZ-Duerremonitor wöchentlich aktualisiert und stellt ein gleitendes 14-Tage-Mittel dar. Kurzfristige Regenereignisse sind in dieser Darstellung des Gesamtbodens nur verzögert sichtbar. Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.


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