Bodenfeuchte Baden-Württemberg: Deutliche regionale Unterschiede zwischen Nord und Süd am 25. Mai 2026

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Baden-Württemberg ein stark differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Norden des Landes überwiegend normale bis feuchte Verhältnisse aufweist, zeigen sich im Süden und Südosten deutliche Trockenheitssignale.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Im nördlichen Baden-Württemberg dominieren blaue und grüne Bereiche, die auf normale bis überdurchschnittliche Bodenfeuchte hindeuten. Der Übergang zu trockeneren Verhältnissen erfolgt etwa in der Landesmitte, wo zunächst hellgelbe Bereiche mit ungewöhnlich trockenen Bedingungen sichtbar werden. Im südlichen Landesteil und besonders im Südosten zeigt die Karte großflächig orange Bereiche, die moderate Dürre anzeigen. Vereinzelt sind auch rote Bereiche mit schwerer Dürre erkennbar, insbesondere in den südöstlichen Regionen nahe der Grenze zu Bayern.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 14,6 mm Niederschlag moderate Regenmengen bei einer Durchschnittstemperatur von 17,5 Grad Celsius. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-tägiges gleitendes Mittel des Gesamtbodens darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Niederschläge. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten trockenen Bedingungen ohne erwarteten Niederschlag und Höchsttemperaturen bis 31,8 Grad könnten die Situation in den bereits betroffenen südlichen Gebieten weiter verschärfen.

Für die Landwirtschaft in den südlichen Regionen mit moderater bis schwerer Dürre bedeutet dies eine spürbare Belastung der Wasserversorgung der Pflanzen. Bewässerungsmaßnahmen könnten in diesen Gebieten notwendig werden. Die Forstwirtschaft sollte die Entwicklung aufmerksam beobachten, da die roten Bereiche auf eine erhöhte Waldbrandgefahr hindeuten können. Die Wasserversorgung ist landesweit nicht gefährdet, jedoch sollten die südlichen Kommunen ihre Reserven im Blick behalten.

Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und basiert auf einem 14-tägigen gleitenden Mittel der Bodenfeuchte. Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.

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