Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt fuer Baden-Württemberg zum 1. August 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Ueberwiegend wird die Region von schwerer Duerre (rote Flaechen) gepragt, waehrend der Nordwesten und die Oberrheinebene Bereiche mit moderater Duerre (orange) aufweisen. Nur schmale Kuestenbereiche und Teilflaechen des suedlichen Schwarzwalds zeigen ungewoehnlich trockene Bedingungen (hellgelb).

Nordwesten und Küste mit moderater Trockenheit
Der Nordwesten Baden-Württembergs, insbesondere der Bereich um Mannheim und die Oberrheinebene, weist ueberwiegend orange Flaechen auf — das Signal fuer moderate Duerre (statistisch alle 10 Jahre). Dies sind zugleich die relativ feuchtesten Zonen der Region. Der suedwestliche Uferstreifen am Rhein zeigt teilweise hellgelb-Flaechen, die ungewoehnlich trockene, aber noch nicht bedrohliche Bodenfeuchte-Werte anzeigen. Diese Gradienten entsprechen dem bekannten West-Ost-Gefaelle des Niederschlags in Baden-Württemberg.
Schwere Dürre im Osten und Süden
Das Kerngebiet der Region — der Osten, Sueden und die Mittelgebirgslagen — wird von dunkelroten bis roten Flaechen dominiert. Dies signalisiert schwere Duerre (rot, Wiederkehrinterval 20 Jahre) bis extreme Duerre (dunkelrot, Wiederkehrinterval 30 Jahre). Besonders betroffen sind grosse Teile der Schwaebischen Alb, das obere Donaurevier und Bereiche des Schwarzwalds. Diese Zonen zeigen deutliche Bodenfeuchte-Defizite ueber die volle Durchwurzelungstiefe.
Aktuelle Wetterlage verscharft die Situation
Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen, warum die UFZ-Karte weiterhin deutliche Trockenheit abbildet: Mit durchschnittlich nur 14,2 mm Niederschlag bleibt die Regenmenge deutlich unter dem klimatologischen Soll. Die Durchschnittstemperaturen von 24,5 °C mit Spitzenwerten bis 37,2 °C verstaerken die Verdunstung erheblich. Wichtig: Die UFZ-Karte zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens, der auf kurzfristige Niederschlaege traege reagiert. Etwaige Regenereignisse der letzten Tage sind daher erst verzoegert sichtbar. Fuer die kommenden drei Tage prognostiziert der Wetterdienst keine Niederschlaege bei Hoechsttemperaturen um 34,1 °C — eine weitere Intensivierung der Verdunstung ist zu erwarten.
Der UFZ-Duerremonitor wird woechentlich aktualisiert. Die hier gezeigte Karte vom 1. August 2026 bildet eine Duerre-Episode ab, die insbesondere fuer Land- und Forstwirtschaft sowie die Grundwasser-Neubildung in den rot und dunkelrot gefaerbten Gebieten Auswirkungen hat. Landwirte sollten in den betroffenen Zonen mit vermindertem Ertrag rechnen; in der Forstwirtschaft steigt das Waldbrand-Risiko deutlich an.
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