Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter ist in Bayern überwiegend von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 80 Prozent der Landesfläche dunkelrot oder rot gefärbt sind. Nur der äußerste Norden und vereinzelte Flecken im Westen zeigen orangefarbene bis hellgelbe Bereiche, die auf moderate bis ungewöhnliche Trockenheit hindeuten.

Süden und Mitte unter extremer Dürre
Die dunkelroten Flächen dominieren im gesamten Süden und der Mitte Bayerns — von Schwaben über Oberfranken bis hin zur Oberpfalz und zum Berchtesgadener Land. Hier herrscht extreme Dürre vor. Das Frankenland und Teile Mittelfrankens zeigen ebenfalls überwiegend Rot, was auf schwere Dürre hindeutet. Nur im Norden, insbesondere in Teilen Unterfrankens und entlang des Mains, wechseln sich orange und rote Pixel ab.
Wenig Regen bei anhaltender Wärme
In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 10,5 Millimeter Regen — eine geringe Menge für den Monat September. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,5 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 28,3 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; die anhaltende Wärme bei weiterhin knappem Wasserangebot wird die Trockenheit in den betroffenen Regionen vertiefen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die extreme und schwere Dürre gefährdet das verfügbare Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die weiterhin geringen Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine natürliche Auffüllung der Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome.
Aussichten für Niederschlag – 10,5 Millimeter erwartet
Für die kommenden drei Tage werden etwa 10,5 Millimeter Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperatur soll auf 30,2 Grad Celsius steigen. Diese Regenmenge ist zu gering, um die Trockenheit in tieferen Bodenschichten wesentlich zu lindern; eine Entspannung der Situation ist nicht zu erwarten.
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