Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Metern zeigt in Bayern ein gemischtes Bild. Der Süden und die Mitte sind von schwerer bis extremer Dürre betroffen — etwa 65 bis 70 Prozent der Landesfläche sind dunkelrot oder rot gefärbt. Der Norden und Nordwesten hingegen zeigen überwiegend orange und hellgelbe Färbungen, die auf moderate bis ungewöhnliche Trockenheit hindeuten. Dieser Unterschied spiegelt die regionalen Niederschlagsmuster der vergangenen zwei Wochen wider.

Süden und Mitte unter extremer Dürre
Die dunkelroten Flächen dominieren in Oberbayern, der Oberpfalz, Schwaben und großen Teilen Frankens. Hier herrscht extreme Dürre vor — ein Zustand, der statistisch alle 30 Jahre auftritt. Das Alpenvorland und einzelne Täler zeigen stellenweise rote Färbung, was auf schwere Dürre hindeutet. Im Gegensatz dazu sind die nördlichen Regionen um Nürnberg, Bamberg und Coburg sowie Teile des Allgäus mit orange und hellgelben Bereichen deutlich weniger trocken.
Geringe Niederschläge, moderate Temperaturen
In der vergangenen Woche fiel im Durchschnitt 9,5 Millimeter Regen — in vielen südlichen Landesteilen erheblich weniger. Die Durchschnittstemperatur lag bei 15,5 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 23,5 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; die fehlende Wasserzufuhr in den bereits betroffenen südlichen Regionen wird die Trockenheit bis in tiefere Bodenschichten fortsetzen.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Für die Landwirtschaft stellt die extreme und schwere Dürre im Süden eine erhebliche Belastung dar. Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen sind auf Bodenwasser angewiesen; künstliche Bewässerung kann den Mangel nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen ist eine natürliche Auffüllung der Speicher nicht zu erwarten. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht. Der Norden bleibt davon derzeit entlastet.
Aussichten für Niederschlag – wenig Regen erwartet
In den kommenden drei Tagen werden durchschnittlich 0,8 Millimeter Regen erwartet — eine Menge, die den Wassermangel nicht wesentlich lindert. Die Höchsttemperaturen liegen bei etwa 23,4 Grad Celsius. Unter diesen Bedingungen wird sich die Bodenfeuchte in den südlichen Regionen weiter verringern.
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