Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Bayern ein stark gespaltenes Bild. Während der Norden und Nordwesten in Orange- und Gelbtönen moderate bis ungewöhnliche Trockenheit aufweist, dominieren im Süden und in der Mitte dunkelrote Flächen — das Zeichen extremer Dürre. Etwa 65 Prozent der Landesfläche sind von schwerer bis extremer Dürre betroffen; nur etwa 35 Prozent zeigen ungewöhnliche oder moderate Trockenheit.

Süden und Mitte unter extremer Dürre
Die dunkelroten Bereiche konzentrieren sich auf Oberbayern, Niederbayern, die Oberpfalz und Teile Mittelfrankens. Hier herrscht extreme Dürre vor. Das Allgäu, Teile Schwabens und die Region um Nürnberg zeigen ebenfalls diese intensivste Färbung. Im Gegensatz dazu weist der Norden — Unter- und Mittelfranken sowie Teile Oberfrankens — überwiegend orange und hellgelbe Bereiche auf, was auf moderate bis ungewöhnliche Trockenheit hindeutet. Auch einzelne Flecken im Westen bleiben heller gefärbt.
Anhaltende Trockenheit verschärft den Befund
In der vergangenen Woche fiel in Bayern kein Regen. Die Durchschnittstemperatur lag bei 11,9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 23 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die fehlende Wasserzufuhr bei gleichzeitig moderaten Temperaturen wird die bestehende Trockenheit in den bereits betroffenen südlichen Regionen nicht abschwächen. Für die kommenden drei Tage prognostiziert der Wetterdienst erneut keinen Niederschlag und Höchsttemperaturen von etwa 24,4 Grad Celsius.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Die extreme und schwere Dürre in Süd- und Mittelbayern gefährdet das verfügbare Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine natürliche Auffüllung der Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht. Der Norden Bayerns bleibt vorerst entlastet.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Damit wird sich die Bodenfeuchte in den südlichen und mittleren Regionen Bayerns weiter verringern und das Dürreproblem bis in tiefere Bodenschichten fortsetzen.
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