Bodenfeuchte-Bericht Deutschland: Geteiltes Bild zwischen Trockenheit im Süden und normalen Verhältnissen im Nordwesten – 16. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt ein regional stark unterschiedliches Bild der Bodenfeuchte in Deutschland. Während der Süden und Osten des Landes von moderater bis schwerer Dürre betroffen sind, herrschen im Nordwesten und in Teilen Norddeutschlands normale bis feuchte Bodenverhältnisse.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in Bayern und Baden-Württemberg, wo großflächig orange und rote Bereiche moderate bis schwere Dürre anzeigen. Auch in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Teilen von Sachsen sind deutliche Trockenheitssignale sichtbar. Im Kontrast dazu zeigen sich in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Teilen Niedersachsens sowie Nordrhein-Westfalens normale Bodenfeuchte-Verhältnisse in blauen und grünen Farbtönen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen regional unterschiedliche Niederschlagsmengen: Während Mecklenburg-Vorpommern 32,1 mm und Nordrhein-Westfalen 25,6 mm Regen erhielten, fielen in Schleswig-Holstein nur 7,9 mm und in Berlin 8,1 mm. Die UFZ-Karte als 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf diese kurzfristigen Niederschläge. Für die kommenden drei Tage werden weitere Regenfälle erwartet, besonders in Schleswig-Holstein (12,6 mm) und Nordrhein-Westfalen (10,7 mm).

Die moderate bis schwere Dürre in den südlichen Regionen erfordert aufmerksame Beobachtung, insbesondere für die Landwirtschaft während der Vegetationsperiode. In den betroffenen Gebieten sollte auf wassersparende Bewirtschaftung geachtet werden. Die normalen Bodenfeuchte-Verhältnisse im Nordwesten zeigen hingegen günstige Bedingungen für das Pflanzenwachstum.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

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