Bodenfeuchte in Hessen: Normale Verhältnisse im Norden, moderate Trockenheit im Süden (18. Mai 2026)

Die aktuelle UFZ-Dürremonitorkarte zeigt für Hessen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Norden des Bundeslandes normale bis feuchte Bodenbedingungen aufweist, zeigen sich im südlichen Hessen Bereiche mit moderater Dürreklasse.

Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional differenziert sich die Lage deutlich: Der nördliche Landesteil, insbesondere die Gebiete um Kassel und das nördliche Mittelhessen, zeigen grüne bis blaue Färbungen und damit normale Bodenfeuchte. Im zentralen Bereich dominieren gelbe Töne mit ungewöhnlich trockenen Verhältnissen. Der Süden Hessens, einschließlich des Rhein-Main-Gebiets und der südlichen Mittelgebirgsregionen, weist überwiegend orange Bereiche auf, was der UFZ-Klassifikation „moderate Dürreklasse“ entspricht. Kleinere rote Bereiche im Südosten zeigen lokal schwere Dürreklasse.

Die aktuellen Wetterdaten ergänzen das Kartenbild: Mit 21,4 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen bei gemäßigten Temperaturen um 8,2°C haben sich die oberflächennahen Bodenschichten bereits etwas erholt. Da die UFZ-Karte jedoch ein 14-tägiges gleitendes Mittel des Gesamtbodens darstellt, reagiert dieser träger auf kurzfristige Niederschläge. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 7,6 mm Niederschlag werden die Situation weiter stabilisieren.

Für die Landwirtschaft in den südlichen Regionen mit moderater Dürreklasse empfiehlt sich eine Beobachtung der Bodenfeuchte, während im Norden Hessens derzeit keine besonderen Maßnahmen erforderlich sind. Die UFZ-Dürremonitorkarte wird wöchentlich aktualisiert und bildet die längerfristige Entwicklung der Bodenfeuchteverhältnisse ab.

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