Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Brandenburg zum 8. August 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in 1,80 Meter Tiefe. Während der Westen und Nordwesten des Landes noch grün- bis hellgelbtönig gefärbt sind, dominieren in weiten Teilen der Mitte, des Südens und Ostens orange- bis rötliche Färbungen. Das 14-tägige Mittel der Karte widerspiegelt eine moderat bis deutlich erhöhte Trockenheit, die sich regional unterscheidet.

Westen feucht, Osten und Süden trocken
Der Nordwesten Brandenburgs zeigt überwiegend hellgelbe bis schwach orange Färbung, was auf ungewöhnliche bis moderat erhöhte Trockenheit hindeutet. Die südlichen und östlichen Regionen, insbesondere die Gebiete um die Oder und südlich von Berlin, sind dagegen mit orange bis rot gefärbt: hier liegt moderate bis schwere Dürre vor. Einzelne Flecken dunkelrot deuten auf lokal ausgeprägte Trockenheit hin. Der Norden Brandenburgs weist teilweise noch grüne Bereiche auf, die normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte andeuten.
Keine Niederschläge in den letzten sieben Tagen
Die Wetterdaten verstärken das Bild: In der abgelaufenen Woche fielen im Durchschnitt über Brandenburg 0 Millimeter Niederschlag. Für die nächsten drei Tage ist ebenfalls kein Regen zu erwarten. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel darstellt und der Gesamtboden träge auf kurzfristige Niederschlagsänderungen reagiert, wird sich die aktuelle Trockenphase in der nächsten Wochenaktualisierung weiter abbilden. Der Mangel an Niederschlag gibt den austrocknenden Tendenzen in der Mitte und im Süden des Landes keine Entlastung.
Landwirtschaft und Grundwasser im Fokus
Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate bis schwere Trockenheit in den betroffenen Regionen erhöhte Bewässerungsanforderungen. Kulturen in den orange bis rot gefärbten Gebieten erleben spürbar eingeschränkte Wasserverfügbarkeit. Das Grundwasser reagiert auf solche Phasen mit Verzögerung; die aktuelle Situation dürfte sich in den kommenden Wochen auch in sinkenden Grundwasserspiegeln widerspiegeln. In den noch feuchteren Regionen des Nordens und Nordwestens bleiben die Bedingungen vorerst unauffällig, eine Beobachtung der weiteren Entwicklung ist jedoch geboten.
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