Bodenfeuchte Brandenburg: 12,4 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Brandenburg ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 55 bis 60 Prozent der Landesfläche von rot gefärbten Bereichen geprägt sind, was schwere Dürre anzeigt. Etwa 30 bis 35 Prozent weisen orange Färbung auf, die moderate Dürre anzeigt. Nur kleinere Teile im Westen und Nordwesten sowie vereinzelte Flecken im Süden zeigen hellgelbe oder gelbliche Färbung, die auf ungewöhnliche Trockenheit hindeutet.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten stärker betroffen als der Westen

Die schwere Dürre konzentriert sich auf Süd- und Mittelbrandenburg sowie auf Teile der östlichen Regionen. Hier dominiert rote Färbung. Die moderaten Trockenheitsbereiche in Orange verteilen sich eher im Westen und Nordwesten des Landes. Die hellgelben Zonen deuten darauf hin, dass diese Gebiete leicht erhöhte, aber noch nicht problematische Trockenheit aufweisen.

Moderate Niederschläge der vergangenen Woche

In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 12,4 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,2 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 26,5 Grad Celsius. Da der Boden bis 1,80 Meter Tiefe träge auf kurzfristige Niederschläge reagiert, wirken sich die moderaten Regenfälle nur begrenzt auf die tieferen Schichten aus. Die vorherrschende Trockenheit in Süd- und Mittelbrandenburg wird sich unter diesen Bedingungen nicht kurzfristig entspannen.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die schwere Dürre in großen Teilen Brandenburgs stellt Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen vor Herausforderungen. Der Grundwasserneubildung schaden die anhaltenden Trockenheitsphasen erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine Auffüllung natürlicher Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht. Die Gebiete mit moderater Dürre und ungewöhnlicher Trockenheit sind derzeit weniger belastet.

Aussichten für Niederschlag – 1,9 Millimeter erwartet, keine Entspannung

In den kommenden drei Tagen werden 1,9 Millimeter Niederschlag erwartet. Die Höchsttemperatur soll auf 23,8 Grad Celsius ansteigen. Diese geringe Regenmenge wird die Bodentrocknung nicht aufhalten. Die Trockenheit wird sich in den bereits betroffenen südlichen und östlichen Regionen weiter fortsetzen.

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