Bodenfeuchte Brandenburg: 9,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit hält an

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter ist in weiten Teilen Brandenburgs von Trockenheit geprägt. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 70 Prozent der Landesfläche von moderater bis schwerer Dürre betroffen sind. Rot und Orange dominieren im Süden, in der Mitte und im Osten. Nur der äußerste Westen und vereinzelte Bereiche im Norden zeigen hellgelbe bis beige Färbungen, die auf ungewöhnliche Trockenheit oder leicht bessere Bedingungen hinweisen.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte am stärksten betroffen

Die schwere Dürre (rot gefärbt) erstreckt sich über große Teile der Lausitz, das Baruther Urstromtal und Regionen um Luckenwalde und Beeskow. Im Süden und südöstlichen Brandenburg wechseln sich rote und dunkelrote Pixel ab — hier liegt die Bodenfeuchte deutlich unter den Normalwerten. Im Norden, besonders in Teilen der Uckermark und um Neuruppin, zeigen sich etwas hellere Töne in Orange, was auf moderate Dürre hindeutet. Der äußerste Westen entlang der Elbe bleibt mit hellgelb und beige relativ trocken, aber weniger kritisch.

Wenig Regen, Trockenheit wird sich fortsetzen

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 9,8 Millimeter Niederschlag — das ist für August unterdurchschnittlich. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,7 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 28 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die geringen Regenmengen bei gemäßigten Temperaturen führen nicht zu einer schnellen Entspannung in den tieferen Bodenschichten, wo die Trockenheit bereits etabliert ist.

Für die Landwirtschaft stellt die moderate bis schwere Dürre eine Belastung dar, besonders für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen, die auf verfügbares Bodenwasser angewiesen sind. Der Grundwasserneubildung schaden die geringen Niederschläge — unter diesen Bedingungen ist keine nennenswerte Auffüllung der natürlichen Speicher zu erwarten. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen im Süden und Osten zeigen bereits Stresssymptome.

Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperaturen werden bei etwa 21 Grad Celsius liegen. Ohne Wasserzufuhr wird sich die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen weiter verringern, und die schwere Dürre wird bis in tiefere Bodenschichten fortbestehen.

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