Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Brandenburg ein gemischtes Bild. Orange und rote Färbungen dominieren etwa zwei Drittel der Landesfläche und deuten auf moderate bis schwere Dürre hin. Der Westen und Teile des Nordens sind mit hellgelben bis orangefarbenen Bereichen weniger betroffen. Einzelne grüne Flecken im äußersten Nordwesten zeigen noch normale Feuchte.

Süden und Mitte deutlich trockener
Die rote Färbung konzentriert sich auf die Regionen um Berlin, Brandenburg an der Havel und bis ins Spreewald-Gebiet. Hier herrscht schwere Dürre vor. Im südlichen Landesteil zwischen Cottbus und der Oder zeigen sich ebenfalls durchgehend rote bis orangefarbene Pixel. Der Norden um Prenzlau und Templin ist weniger betroffen; hier überwiegt orange, was auf moderate Trockenheit hindeutet. Der äußerste Westen entlang der Elbe und der Grenze zu Sachsen-Anhalt zeigt hellgelb bis orange und damit etwas bessere Bedingungen.
Regen und Hitze verstärken den Befund
In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 6,5 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem normalen Septemberwert. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,2 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 26,3 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; unter diesen Bedingungen mit anhaltend zu wenig Wasser wird die Trockenheit in den bereits betroffenen Regionen nicht abnehmen. Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen verlieren dadurch an Ertrag. Die Grundwasserneubildung stagniert; eine natürliche Auffüllung der Speicher ist bei dieser Trockenheit nicht zu erwarten.
Aussichten für Niederschlag — wenig Erleichterung
In den kommenden drei Tagen werden durchschnittlich 2,9 Millimeter Niederschlag erwartet, die Höchsttemperatur bleibt mit 20,6 Grad Celsius moderat. Diese Regenmenge ist zu gering, um die Bodenfeuchte in tieferen Schichten spürbar zu erhöhen. Die mäßige Trockenheit wird sich damit vorerst nicht wesentlich ändern.
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