Bodenfeuchte Brandenburg: 6,4 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit hält an

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Brandenburg ein gemischtes Bild: Etwa 60 Prozent der Landesfläche sind von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Der Südosten und die Mitte des Landes weisen überwiegend rote Färbung auf, die auf schwere Dürre hindeutet. Im Norden und Westen finden sich orange bis hellgelbe Bereiche, die moderate bis ungewöhnliche Trockenheit anzeigen. Nur vereinzelte grüne Flecken im äußersten Nordwesten deuten auf bessere Feuchteversorgung hin.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Südosten und Mitte unter schwerer Dürre

Die roten Flächen dominieren zwischen Berlin und der Oder sowie südlich davon bis zur Lausitz. Hier herrscht schwere Dürre vor. Dunkelrote Pixel zeigen sich vereinzelt im südlichen Spreewald und östlich von Frankfurt an der Oder — Zeichen extremer Dürre. Der Westen und Nordwesten mit Prignitz und Uckermark präsentieren sich deutlich weniger trocken mit orange bis hellgelben Färbungen.

Wenig Regen, moderat warme Woche

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 6,4 Millimeter Regen — deutlich unter dem normalen Septemberniederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,2 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 26,3 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge: Die bisherige Wasserzufuhr reicht nicht aus, um die ausgetrockneten tieferen Schichten zu erreichen. In den betroffenen Südregionen wird sich die Trockenheit in den kommenden Tagen eher verfestigen als entspannen.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft

Die schwere Dürre in Südosten und Mitte gefährdet Kulturen in der späten Wachstumsphase, die auf verfügbares Bodenwasser angewiesen sind. Künstliche Bewässerung kann das Defizit nur begrenzt ausgleichen und belastet zusätzlich die lokalen Wasserversorgungen. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet keine natürliche Auffüllung der Speicher statt. Forstbestände zeigen bereits Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.

Aussichten für Niederschlag – nur 0,2 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen sind lediglich 0,2 Millimeter Niederschlag zu erwarten — eine Menge, die den Boden in der Tiefe nicht erreichen wird. Die Höchsttemperatur wird auf 18,6 Grad Celsius prognostiziert. Unter diesen Bedingungen wird sich die Bodenfeuchte weiter verringern, eine Entspannung ist nicht in Sicht.

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