Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist in Brandenburg überwiegend von schwerer Dürre betroffen. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 65 Prozent der Landesfläche rot gefärbt sind. Weitere 25 Prozent weisen orange Färbung auf, was moderate Dürre kennzeichnet. Nur etwa 10 Prozent der Fläche — vereinzelte Gebiete im äußersten Nordwesten — sind hellgelb gefärbt und zeigen ungewöhnlich trockene Verhältnisse.

Norden und Süden ungleich betroffen
Die schwere Dürre konzentriert sich auf die Mitte und den Osten unserer Landesfläche, besonders deutlich zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder). Der Westen entlang der Elbe und einzelne Gebiete nördlich von Berlin zeigen etwas bessere Bedingungen mit orange gefärbten Zonen. Im äußersten Nordwesten, an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, lockert sich die Trockenheit zu hellgelben Bereichen auf.
Wenig Regen, weiterhin warm
In den vergangenen sieben Tagen fiel im Durchschnitt 5,7 Millimeter Regen — eine Menge, die für die gegenwärtige Jahreszeit niedrig ist. Die Durchschnittstemperatur lag bei 14,1 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 21 Grad. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; die bisherige Trockenheitsphase hat bereits tiefere Schichten erreicht. Die bislang gefallene Regenmenge ist für eine spürbare Erholung des Bodens nicht ausreichend.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Die schwere Dürre in weiten Teilen Brandenburgs beeinträchtigt Kulturen in der späten Wachstumsphase, die auf Bodenwasser angewiesen sind. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur lokal ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich — unter den aktuellen Bedingungen findet eine natürliche Auffüllung der Speicher nur eingeschränkt statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome; die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 23 Grad Celsius. Ohne Wasserzufuhr wird sich die Bodenfeuchte in den bereits betroffenen Regionen weiter verringern.
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