Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Brandenburg in einer gemischten Situation: Während der Westen und Nordwesten der Landesfläche noch grünlich bis hellgelb gefärbt sind und normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte anzeigen, dominieren im Osten, Süden und in der Mitte rote und dunkelrote Bereiche. Dort herrschten schwere bis extreme Dürrebedingungen bis in eine Tiefe von 1,80 Meter vor. Das 14-Tage-Mittel offenbart eine räumlich stark differenzierte Trocknissituation, die typisch für die Jahreszeit Herbst ist.

Süden und Osten deutlich trockener
Der Südosten Brandenburgs — von der Lausitz bis ins Oderbruch — zeigt überwiegend rote Färbung, teilweise dunkelrot, was einer schweren bis extremen Dürre entspricht. Das Flachland zwischen Berlin und Görlitz ist besonders betroffen. Der Norden und Westen hingegen, etwa rund um Prenzlau und im Havelland, profitiert noch von grünen Farbabstufungen, die auf ausreichend Bodenfeuchte hindeuten. Die Prignitz und Teile der Uckermark zeigen Übergangsbereiche in Hellgelb bis Orange.
Regen der vergangenen Woche reicht nicht aus
In der vergangenen Woche fielen im Durchschnitt 8,9 Millimeter Niederschlag, die Durchschnittstemperatur lag bei 8,8 Grad Celsius. Diese Niederschlagsmenge ist gering und hat die tieferen Bodenschichten nur marginal regeneriert. Der Boden reagiert träge auf Kurzfristiges — Wasser dringt nur langsam in die Tiefe ein. Die bereits ausgetrockneten Schichten im Süden und Osten konnten sich durch diese kleine Regenmenge nicht wesentlich erholen. Gleichzeitig lag die Höchsttemperatur in der vergangenen Woche bei 15,8 Grad Celsius, was für Ende Oktober typisch ist.
Aussichten für Niederschlag – kaum Entlastung in Sicht
Für die kommenden drei Tage wird mit nur 0,1 Millimeter Niederschlag gerechnet — praktisch kein Regen. Die erwartete Höchsttemperatur liegt bei 10,4 Grad Celsius, die Tiefsttemperatur bei 3,1 Grad Celsius. Schneefall ist nicht zu erwarten. Unter diesen Bedingungen wird sich die Trockenheit in den südöstlichen und mittleren Landesteilen nicht entspannen. Der feuchte Westen Brandenburgs behält seinen Vorteil vorerst, doch auch dort ist ohne Niederschlag eine Verschärfung möglich.
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