Bodenfeuchte Bremen: Orange und Rot dominieren im Süden

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 30. Juli 2026 zeigt für Bremen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Der südliche und mittlere Teil des Bundeslandes wird von den Klassen Orange (moderate Duerre) und Rot (schwere Duerre) geprägt, während der Norden grtenteils hellgelb oder grün gefärbt ist. Das 14-Tage-Gleitende Mittel der UFZ-Karte wird wöchentlich aktualisiert und bildet daher kurzfristige Niederschlagsänderungen nur verzögert ab.

Aktuelle Dürrekarte Bremen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bremen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Mitte deutlich trockener als der Norden

Die räumliche Ausprägung der Trockenheit in Bremen folgt einem klaren Muster: Im südlichen Landesteil und in der zentralen Region dominiert orange Färbung (moderate Duerre), stellenweise mit roten Flecken (schwere Duerre), besonders im Bereich um die Weser-Ems-Region. Der nördliche Landesteil zeigt hingegen hellgelbe bis grüne Bereiche, die auf normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte hindeuten. Diese Nord-Süd-Differenzierung ist typisch für die kontinentalere Prägung südlicher Regionen bei anhaltender Trockenphase.

Sieben Tage mit 16,6 mm Regen — zu wenig für Entspannung

Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen für Bremen einen Niederschlag von durchschnittlich 16,6 mm bei Temperaturen um 20°C. Obwohl dies einen leichten Beitrag zur Bodenfeuchte geleistet hat, reicht die Menge nicht aus, um die Gesamtbodenschichten ausreichend zu durchfeuchten. Der Grund: Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die Feuchte muss erst über mehrere Zentimeter eindringen. Für die nächsten drei Tage wird kein Niederschlag erwartet, die Höchsttemperaturen liegen bei etwa 30°C. Diese trockene und warme Witterung wird den Feuchtemangel in der Tiefe eher verschärfen als mindern.

Folgen für Vegetation und Grundwasser

Die moderate bis schwere Trockenheit im südlichen und mittleren Bremen hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Waldbestände. Pflanzen in orange und rot gefärbten Gebieten erleben spürbare Wasserstressbelastung, besonders bei flacheren Bodenprofilen und auf Sandböden. Das Grundwasser reagiert auf Trockenheit ebenfalls verzögert, aber angesichts der anhaltenden Defizite ist eine Regeneration der Grundwasserspeicher in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Der Norden Bremens mit normaler Bodenfeuchte bleibt vorerst weniger beeinträchtigt.

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