Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 25. Juli 2026 zeigt fuer Bremen ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der Sueden und die Mittelbereiche des Bundeslandes sind mit Rot (schwere Duerre) und Orange (moderate Duerre) gekennzeichnet, waehrend der Norden verbreitet in Gelbtönen und teilweise in Gruen- und Blautönen auftritt — dort liegen die Bodenverhaeltnisse im normalen bis feuchten Bereich. Die 14-taegig gemittelte Karte zeigt somit eine räumlich ungleiche Verteilung der Trockenheit.

Süden und Mitte mit deutlicher Trockenheit
Das suedliche und zentrale Bremen wird von roten und orangen Flaechen dominiert. Besonders ausgepraegt sind rote Bereiche (schwere Duerre, statistisch alle 20 Jahre) in der Mittelbremischen Region, wo sich groessere zusammenhaengende Flaechen dieser Klasse erstrecken. Orange-Flaechen (moderate Duerre, alle 10 Jahre) bilden breite Saeume um diese Kerne. Der Norden hingegen zeigt ein anderes Muster: Hellgelb und Gelb (ungewoehnlich trocken bis leicht erhoehte Trockenheit) wechseln hier mit Bereichen ab, die in Gruen- und Blautönen angedeutet sind und auf normale oder feuchte Bodenkonditionen hinweisen.
Karte zeigt Gesamtboden — oberflächliche Niederschläge wirken verzögert
Die vergangenen sieben Tage brachten Bremen durchschnittlich 18,2 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 16,8 Grad Celsius. Fuer die naechsten drei Tage erwartet der Wetterdienst nur 0,3 Millimeter Regen bei Hoechsttemperaturen von bis zu 31,6 Grad Celsius. Der UFZ-Monitor erfasst die Bodenfeuchte im gesamten Bodenprofil bis 1,80 Meter Tiefe — dieser Gesamtboden reagiert auf kurzfristige Niederschlaege traege. Zwar kann ein Sommerregen den Oberboden kurzfristig befeuchten, doch die tieferen Schichten benoetigen laenger anhaltenden Niederschlag, um sich zu regenerieren. Die roten und orangen Flaechen in Sued- und Mittelbremens spiegeln also einen staerker verfestigten Trocknungsprozess wider, der sich ueber Wochen aufgebaut hat.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
In den rot gekennzeichneten Bereichen (schwere Duerre) ist die Bodenfeuchte auf niedrige Werte abgesunken. Fuer die Landwirtschaft bedeutet dies Herausforderungen bei der Wasseraufnahme durch Pflanzen und gegebenenfalls Ertragsrisiken bei anhaltendem Wassermangel. Der Wald zeigt in solchen Regionen erhöhte Anfälligkeit fuer Trockenheitsstress. Die orangen Flaechen (moderate Duerre) deuten auf verschaerfte Bodenfeuchtedefizite hin, erfordern aber noch keine Notmassnahmen. Die feuchteren Bereiche des Nordens sind dagegen weniger unmittelbar betroffen, bieten jedoch auch nicht das üblicherweise erwartete Speicherpotential für Grundwasser-Neubildung. Der UFZ-Duerremonitor wird woechentlich aktualisiert und bietet damit eine aktuelle, wenn auch zeitlich gemittelte Perspektive auf die Entwicklung.
Den aktuellen Wetterbericht fuer Bremen finden Sie hier.
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