Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter ist in weiten Teilen Deutschlands deutlich zu trocken. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 80 Prozent der Landesfläche von schwerer bis extremer Dürre betroffen sind. Der Süden und die Mitte sind dominiert von Dunkelrot, das extreme Dürre kennzeichnet. Nur der Norden und Nordwesten mit hellgelben und einzelnen orangefarbenen Bereichen zeigen ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse.

Extreme Dürre von Bayern bis Sachsen-Anhalt
Die dunkelroten Flächen erstrecken sich über Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und große Teile von Sachsen-Anhalt. Der Osten mit Sachsen und Brandenburg zeigt überwiegend rote Färbung, was auf schwere Dürre hindeutet. Mecklenburg-Vorpommern zeigt immerhin orange- bis gelblich gefärbte Gebiete, die auf moderate bis ungewöhnliche Trockenheit hinweisen. Schleswig-Holstein und einzelne Regionen im äußersten Norden sind mit hellgelben Flecken noch am wenigsten betroffen.
Dauertrockenheit durch fehlenden Niederschlag
In den vergangenen sieben Tagen fiel deutschlandweit durchschnittlich nur 24,8 Millimeter Niederschlag. Besonders kritisch ist die Situation in Baden-Württemberg mit 21,3 Millimetern und Sachsen-Anhalt mit 13,8 Millimetern. Die Durchschnittstemperatur lag in der Vorwoche bei 17,7 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die anhaltend zu geringe Wasserzufuhr wird die Trockenheit in bereits betroffenen Regionen weiter verschärfen. Besonders in Bayern, wo in sieben Tagen 35,9 Millimeter fielen, sind die tieferen Bodenschichten noch nicht ausreichend versorgt.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Für die Landwirtschaft stellt die extreme und schwere Dürre eine erhebliche Belastung dar. Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen sind auf ausreichend Bodenwasser angewiesen; künstliche Bewässerung kann den Mangel nur regional ausgleichen. Der Grundwasserneubildung schaden die fehlenden Niederschläge erheblich — unter diesen Bedingungen findet praktisch keine natürliche Auffüllung der Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.
Aussichten für Niederschlag – kaum Regen in den nächsten drei Tagen
Für die kommenden drei Tage werden deutschlandweit nur 1,8 Millimeter Niederschlag erwartet. Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bekommen keinen Regen, während Rheinland-Pfalz mit 14,4 Millimetern rechnen kann. Mecklenburg-Vorpommern mit 5 Millimetern und Schleswig-Holstein mit 1,6 Millimetern erhalten nur geringe Mengen. Diese Niederschlagsmengen sind unzureichend, um die Bodenfeuchte bis in tiefere Schichten spürbar zu verbessern. Die Trockenheit wird sich in großen Teilen Deutschlands weiter verschärfen.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte Baden-Württemberg: 21,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — extreme Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Bayern: 35,9 Millimeter Regen in 7 Tagen, extreme Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Brandenburg: 13,5 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Hessen: 46,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit lässt nach
- Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 2,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Niedersachsen: 15,5 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: 33,2 Millimeter Regen in 7 Tagen — Süden und Mitte trocken
- Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: 21,4 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 13,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Dürre im Süden und Osten
- Bodenfeuchte Sachsen: 38,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit im Westen
- Bodenfeuchte Thüringen: 35,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit weicht auf
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