Bodenfeuchte Sachsen: 38,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit im Westen

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Sachsen ein gemischtes Bild. Etwa 55 Prozent der Landesfläche sind von moderater bis schwerer Dürre betroffen, während der Osten und Nordosten mit überwiegend orange bis rot gefärbten Bereichen moderat bis schwer trocken sind. Der Westen und Südwesten dagegen zeigen hellgelbe und vereinzelte gelbe Flecken, die auf ungewöhnlich trockene bis normale Verhältnisse hindeuten.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Osten und Nordosten am stärksten betroffen

Dunkelrot und Rot dominieren in der Leipziger Tieflandsbucht und in Teilen Nordsachsens, wo schwere bis extreme Dürre herrschte. Das Erzgebirge und der Vogtland zeigen rote Färbung mit einzelnen dunkelroten Pixeln, die auf schwere Dürre hindeuten. Der Westen mit dem Mulde- und Weißeritztal weist orange bis hellgelbe Bereiche auf und bleibt damit deutlich feuchter als der Osten. Grüntöne sind auf dieser Karte nicht sichtbar — der gesamte Freistaat ist mindestens ungewöhnlich trocken.

Regen und Wärme der vergangenen Woche

In der vergangenen Woche fiel in Sachsen durchschnittlich 38,9 Millimeter Regen. Die Durchschnittstemperatur betrug 17,8 Grad Celsius, die Höchsttemperatur lag bei 25,8 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — eine Woche mit moderatem Regen hat in der Oberflächenschicht zu einer gewissen Erholung geführt, die tieferen Schichten jedoch sind weiterhin trocken. In den bereits betroffenen Gebieten des Ostens wird dieser Regen nicht ausreichen, um die defizitäre Lage zu entschärfen.

Für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen stellt die Trockenheit in tieferen Bodenschichten eine Herausforderung dar. Der Grundwasserneubildung hilft der jüngste Niederschlag, wird aber unter den aktuellen Bedingungen nicht zu einer vollständigen Auffüllung der natürlichen Speicher führen.

Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird bei etwa 22 Grad Celsius liegen. Ohne Regennachschub wird sich die Bodenfeuchte in bereits betroffenen Regionen weiter verringern und die Trockenheit in tieferen Schichten fortdauern.

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