Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt eine deutlich gespaltene Bodenfeuchtelage: Während der Norden und Nordwesten überwiegend normale bis feuchte Bedingungen aufweisen, dominiert im Süden und in der Mitte schwere bis extreme Dürre. Etwa 65 bis 70 Prozent unserer Landesfläche sind von mäßiger bis extremer Trockenheit betroffen, vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und die östlichen Bundesländer zeigen deutliche Defizite bis in 1,80 Meter Tiefe.

Süden und Mitte deutlich trocken
Bayern und Baden-Württemberg werden von schwerer Dürre geprägt, örtlich mit Übergängen zu extremer Trockenheit. Im südwestlichen Rheinland-Pfalz und in Hessen setzt sich dieses Muster fort. Der Süden Hessens und große Teile Thüringens sowie Sachsen-Anhalts zeigen ähnliche Befunde. Sachsen und Brandenburg sind ebenfalls betroffen, wenngleich mit etwas mehr Patchwork aus moderater und schwerer Dürre. Der Norden — Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern — profitiert von ausreichender Bodenfeuchte bis normal, einzelne Flecken zeigen moderate Trockenheit.
Wetterlage verschärft die Situation weiter
Die vergangenen sieben Tage brachten bundesweit nur durchschnittlich 14,7 Millimeter Regen. Im südlichen und mittleren Deutschland ist diese Menge deutlich geringer ausgefallen: Bayern 5,9 Millimeter, Sachsen-Anhalt 5 Millimeter, Brandenburg 6,1 Millimeter. Nur Schleswig-Holstein (40,6 Millimeter) und Nordrhein-Westfalen (31,9 Millimeter) zeigen höhere Werte. Damit reagiert der Boden bis 1,80 Meter Tiefe träge auf die Trockenheit: Oberflächennahe Erholung durch einzelne Niederschlagsereignisse findet nur bedingt statt, während die tieferen Schichten ein Defizit widerspiegeln, das sich über Wochen aufgebaut hat. Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 13 Grad — nicht ungewöhnlich für Oktober, aber bei fehlendem Niederschlag bleibt die Verdunstung hoch.
Aussichten für Niederschlag – nur 2,6 Millimeter erwartet
Die kommenden drei Tage bringen mit durchschnittlich 2,6 Millimeter Niederschlag keine Entspannung. Regional fallen die Vorhersagen unterschiedlich aus: Schleswig-Holstein erwartet 14,2 Millimeter und profitiert damit am meisten, Niedersachsen 4,6 Millimeter. Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sehen wenig bis kein Regenwasser voraus (0 bis 1 Millimeter). Diese Menge reicht nicht aus, um den Boden in der Tiefe messbar zu befeuchten oder das vorhandene Defizit auszugleichen. Die Trockenheit bleibt bestimmend, vor allem in den südlichen und mittleren Landesteilen.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte Bayern: Extreme Trockenheit dominiert, nur 5,9 Millimeter Regen in 7 Tagen
- Bodenfeuchte Brandenburg: 6,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 8,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Süden und Osten deutlich trocken
- Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: 31,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden trocken, Süden extrem
- Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: 15,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — extreme Trockenheit in der Tiefe
- Bodenfeuchte Sachsen: 10,1 Millimeter Regen in 7 Tagen – moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 40,6 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden und Westen erholen sich
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Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
