Bodenfeuchte Deutschland: Süden weiterhin von schwerer Dürre betroffen – 15. Mai 2026

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Deutschland ein geteiltes Bild: Während große Teile des Nordens und Westens normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, sind weite Bereiche des Südens und Südostens von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Besonders Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen zeigen großflächig rote bis dunkelrote Bereiche.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich die Lage differenziert: Der äußerste Süden Bayerns und Baden-Württembergs sowie Teile Sachsens und der östlichen Mittelgebirgsregionen weisen schwere bis extreme Dürre auf. In Mitteldeutschland dominieren orange Bereiche mit moderater Dürre, während der Nordwesten, Schleswig-Holstein und Teile Niedersachsens normale Bodenfeuchte zeigen. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert ein Mosaik aus normalen und leicht trockenen Verhältnissen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit durchschnittlich 18,5 mm Niederschlag moderate Regenmengen, wobei die regionale Verteilung stark variiert. Während Nordrhein-Westfalen (24,4 mm) und Rheinland-Pfalz (30,6 mm) ausreichend Regen erhielten, blieben Bayern (18 mm) und besonders die östlichen Länder wie Sachsen (9,3 mm) deutlich zu trocken. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind kurzfristige Niederschläge nur begrenzt sichtbar.

Die schwere Dürre in den betroffenen südlichen Regionen erfordert erhöhte Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg, wo teilweise extreme Dürrebedingungen herrschen, können Bewässerungsmaßnahmen notwendig werden. Die für die kommenden drei Tage erwarteten geringen Niederschläge (3,5 mm bundesweit) werden die angespannte Lage vorerst nicht entspannen.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

Dürreberichte nach Bundesland