Bodenfeuchte Hessen: 43,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit bleibt

[Trockenheit]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter ist in großen Teilen Hessens von schwerer bis extremer Trockenheit geprägt. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 80 Prozent der Landesfläche von Rot und Dunkelrot bedeckt sind — schwere bis extreme Dürre. Nur vereinzelte hellgelbe und orangefarbene Flecken im Nordwesten und an wenigen anderen Stellen deuten auf ungewöhnlich bis moderat trockene Verhältnisse hin.

Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte unter extremer Dürre

Die dunkelroten Flächen dominieren im Süden und in der Mitte des Landes — vom Odenwald über das Bergland bis zum Vogelsberg und zur Rhön. Hier herrscht extreme Dürre vor. Das Rheintal und einzelne Beckenlandschaften wie das Maintal zeigen etwas bessere Werte in Orange, bleiben aber deutlich unter normalen Bedingungen. Im Norden wechseln sich rote und dunkelrote Pixel ab; der äußerste Nordwesten zeigt erste hellgelbe Bereiche mit ungewöhnlicher Trockenheit.

Wetterlage verschärft die Lage weiter

In der vergangenen Woche fielen in Hessen durchschnittlich 43,1 Millimeter Regen — über dem Durchschnitt einer Trockenphase, aber lokal ungleich verteilt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,9 Grad Celsius, die Höchsttemperatur erreichte 33,9 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge: Die tieferen Bodenschichten wurden durch diese Wasserzufuhr nur teilweise erreicht. Die anhaltende Hitze beschleunigt die Verdunstung und wird die Trockenheit in den bereits betroffenen Regionen weiter vertiefen.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Die extreme und schwere Dürre gefährdet das verfügbare Bodenwasser für Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen. Künstliche Bewässerung kann diese Defizite nur regional ausgleichen und belastet die Wasserversorgung zusätzlich. Der Grundwasserneubildung schaden die lokalen Niederschlagsdefizite in manchen Regionen erheblich — unter extremer Dürre findet praktisch keine Auffüllung natürlicher Speicher statt. Forstbestände in trockengefährdeten Lagen zeigen Stresssymptome, die Waldbrandgefahr bleibt erhöht.

Aussichten für Niederschlag – 6,4 Millimeter erwartet

In den kommenden drei Tagen sind 6,4 Millimeter Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird auf 20,2 Grad Celsius sinken. Diese geringe Regenmenge reicht nicht aus, um die Bodentrocknung in den tieferen Schichten auszugleichen. Die Dürre wird sich fortsetzen.

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