Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Hessen in einer gemischten Lage: Während der Norden und Nordwesten des Landes noch normale bis leicht feuchte Bedingungen aufweisen, prägt moderate bis schwere Trockenheit den Süden und die Mitte. Orange und rote Färbungen überwiegen deutlich auf der Karte.

Süden und Mitte stark betroffen, Norden feucht
Der Süden Hessens, insbesondere das Rhein-Main-Gebiet und das Darmstädter Umland, zeigt Bereiche mit schwerer Trockenheit (rot). Die Mitte des Landes, von Frankfurt bis in die Wetterau reichend, wird überwiegend von moderater Trockenheit (orange) geprägt. Hingegen bleibt der nördliche Landesbereich — besonders das Lahn-Dill-Bergland und die Region um Fritzlar — in normalen bis feuchten Bodenverältnissen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Wetterereignisse; die Karte bildet den Durchschnitt der vergangenen zwei Wochen ab.
Wetterverlauf verstärkt die Trockenheit
In den vergangenen sieben Tagen fiel in Hessen kein Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,6 Grad, einzelne Tage erreichten bis zu 27,6 Grad. Diese anhaltende Trockenheit und zeitweise Wärme verschärfen die Situation in der Mitte und im Süden zusätzlich. Der feuchte Norden profitiert vorläufig von besseren Bedingungen, doch ohne weitere Niederschläge wird sich dieser Vorteil nicht halten.
Aussichten für Niederschlag – 11,3 Millimeter in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen werden in Hessen etwa 11,3 Millimeter Regen erwartet. Dies ist ein moderater Niederschlag, der den obersten Bodenschichten kurzfristig Entlastung bringt, die Tiefe bis 1,80 Meter aber nur allmählich erreichen wird. Die Höchsttemperatur der nächsten drei Tage liegt bei etwa 19,4 Grad — deutlich kühler als in der Vorwoche. Diese Kombination könnte zu etwas besserer Feuchteverteilung führen, reicht aber für eine Entspannung der Trockenheit im Süden und der Mitte nicht aus.
Den aktuellen Wetterbericht für Hessen finden Sie hier.
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