Bodenfeuchte Hessen: 2,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate bis schwere Trockenheit dominiert

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Hessen am 16. Oktober in einer gemischten Lage: Während der Norden und Nordosten des Landes überwiegend grün gefärbt sind und normale Bodenfeuchtigkeit aufweisen, prägt moderate bis schwere Dürre den Süden und die Landesmitte. Etwa 60 Prozent der hessischen Landesfläche sind von orangefarbenen oder roten Bereichen betroffen; im äußersten Süden reichen Flecken bis dunkelrot hinein, was extreme Dürre anzeigt.

Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Mitte deutlich trocken bis 1,80 Meter Tiefe

Besonders betroffen sind die Regionen um den Odenwald, Teile von Südhessen und die mittelhessischen Bereiche. Dort zeigt der Boden in 1,80 Meter Tiefe überwiegend Bedingungen der moderaten oder schweren Dürre. Der Norden — insbesondere die Gegenden nördlich von Kassel — hat davon weniger zu leiden und bleibt in grünen bis hellgelben Tönen. Dieser Unterschied spricht für regionale Niederschlagsverteilung in den vergangenen zwei Wochen, wobei der Norden davon stärker profitiert hat.

Niederschlag der Vorwoche verstärkt die Lage nicht

In den vergangenen sieben Tagen fielen in Hessen durchschnittlich nur 2,1 Millimeter Regen — eine ausgesprochen geringe Menge. Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,3 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 17,4 Grad. Diese moderaten Temperaturen bremsen zwar die Verdunstung, ersetzen aber nicht die fehlende Feuchte in der Tiefe. Der Boden in ein bis zwei Metern Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge: Die Wasserspeicher in dieser Schicht sind durch wochenlange Trockenheit gefüllt, und 2,1 Millimeter können die Defizite nicht ausgleichen.

Folgen für Land- und Forstwirtschaft

Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate bis schwere Dürre im Süden und in der Mitte Herausforderungen beim Feldaufgang von Winterkulturen, deren Keimung Bodenfeuchtigkeit benötigt. Im Wald verschärft sich die Wasserstresssituation, besonders bei Fichten und anderen flach wurzelnden Arten. Die öffentliche Wasserversorgung ist derzeit nicht gefährdet, doch Gemeinden in betroffenen Regionen sollten Grundwasserbestände im Auge behalten.

Aussichten für Niederschlag — kein Regen in den nächsten drei Tagen

Die Vorhersage für die kommenden drei Tage zeigt: kein Niederschlag ist zu erwarten. Die Höchsttemperaturen werden bei etwa 11 Grad liegen, nachts können es 2,3 Grad werden. Ohne Regen werden die trockenen Böden im Süden und in der Mitte ihre Defizite nicht verringern. Eine Entspannung tritt erst auf, wenn größere Niederschlagsmengen eintreffen.

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Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

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