Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Hessen mit gemischtem Bild: Während der Norden und Nordosten überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominiert von der Landesmitte bis zum Süden moderate bis schwere Trockenheit. Etwa 60 bis 70 Prozent der Landesfläche weisen erhöhte Trockenheit bis in 1,80 Meter Tiefe auf.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Der südliche Teil Hessens – insbesondere der Südhessen-Raum und die südliche Bergstraße – zeigt schwere Trockenheit (rote Färbung). Die Landesmitte bis zum östlichen Hessen wird von moderater Trockenheit (orange) geprägt. Der Norden und nordöstliche Bereiche bleiben deutlich feuchter und entspannen sich damit von den Trockenheitsmustern der vergangenen Wochen.
Niederschlag und Bodentiefe wirken langsam
In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich 19,8 Millimeter Regen – ein moderater Wert, der den Oberboden leicht befeuchtet hat. Die Karte zeigt jedoch das 14-Tage-Mittel und den Boden bis in tiefere Schichten: Diese Tiefenschichten reagieren träge auf kurzfristige Niederschläge. Der anhaltende Wassermangel der Wochen davor wirkt hier nach. Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sieben Tage lag bei 8,1 Grad – für Anfang November üblich – bremste aber auch die Verdunstung.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die moderate bis schwere Trockenheit in der südlichen Hälfte Hessens beeinträchtigt Kulturen und Grünland. Der Grundwasserneubildung fehlt die Menge für nachhaltige Entspannung. Der Norden zeigt sich dagegen stabiler und deutet an, dass eine vollständige Erholung der Landesfläche auf größere Niederschlagsmengen angewiesen bleibt.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird auf 7,6 Grad prognostiziert, die Tiefsttemperatur auf 0,8 Grad. Ohne Zufuhr von Wasser werden die trockenen Bereiche in der Mitte und im Süden Hessens ihre Defizite nicht ausgleichen können.
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