Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Hessen ein gespaltenes Bild: Während der Süden und die Mitte des Bundeslandes von moderater bis schwerer Dürre betroffen sind, präsentiert sich der Norden deutlich feuchter. Etwa 60 Prozent der Landesfläche liegen im Bereich orange oder rot gefärbter Bereiche, die restlichen 40 Prozent zeigen normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Die schwerwiegendsten Trockenheitserscheinungen konzentrieren sich auf Südhessen und die mittleren Regionen bis etwa zur Höhe von Gießen. Dort dominiert moderate Dürre, in mehreren Parzellen zeigt sich bereits schwere Dürre. Das Rhein-Main-Gebiet und der Bereich südlich von Marburg sind besonders betroffen. Der Norden Hessens hingegen, insbesondere der Raum um Kassel und die angrenzenden Mittelgebirgsflächen, profitiert von besseren Feuchtigkeitsverhältnissen.
Fehlender Niederschlag verschärft die Lage
In der vergangenen Woche fiel kein Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 4,4 Grad, bei Höchstwerten von 9,4 Grad – Bedingungen, die typisch für den November sind, aber wenig Erleichterung bringen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Wetterwechsel. Solange die Niederschlagsdefizite anhalten, kann sich die Situation in den betroffenen Regionen nicht wesentlich entspannen. Besonders in Südhessen und um Frankfurt herum ist die Trockenheit in der Tiefe spürbar.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperaturen werden bei etwa 6,4 Grad liegen, die Tiefstwerte sinken auf knapp zwei Grad. Ohne Regenzufuhr wird der Boden in den trockenen Regionen weiterhin an Feuchte verlieren.
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