Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt fuer Hessen zum 24. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Der Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe) weist in weiten Teilen der Region moderate bis schwere Trockenheit auf. Orange (moderate Duerre) und Rot (schwere Duerre) sind die vorherrschenden Klassen. Hellgelbe Flaechen (ungewoehnlich trocken) treten vor allem in der noerdlichen und westlichen Peripherie auf. Gruene oder blaue Bereiche, die auf feuchte Bedingungen hindeuten, sind auf der Karte minimal vertreten.

Südosten und Mitte mit deutlicher Trockenheit
Der suedhessische Raum und grosse Teile Mittelhessens zeigen das Rot-Muster der schweren Duerre — ein Befund, der sich ueber groessere zusammenhaengende Flaechen erstreckt. Der Norden Hessens und Teile des Westens sind von oranger Faerbung gepraegt (moderate Duerre). Lokal treten dunkelrote Flecken (extreme Duerre) auf, insbesondere im Suedosten um den Untermain herum. Diese regionale Streuung folgt typischen Muenstern sommerlicher Bodenaustrocknung, wobei die Gesamtschoettung bis 1,80 m Tiefe eine traege, relativ stabile Trockenheit widerspiegelt.
Keine nennenswerte Regenfälle in der Vorwoche
Die aktuelle Wetterlage verstaerkt diesen Befund: In den letzten sieben Tagen ist in Hessen durchschnittlich kein Niederschlag gefallen. Die Temperaturen lagen im Durchschnitt bei 16,6 Grad Celsius, mit Spitzenwerten bis 29,6 Grad. Fuer die kommenden drei Tage werden lediglich 2,6 mm Niederschlag erwartet — eine Menge, die den Oberboden zwar kurzfristig anfeuchten kann, den Gesamtboden bis 1,80 m aber nicht merklich entspannen wird. Die 14-Tage-Mittelung der Karte reagiert ohnehin traege auf kurzfristige Niederschlags-Events; eine deutliche Erholung ist daher in naher Zukunft nicht zu erwarten, solange keine staerkeren oder sich wiederholenden Regenfaelle eintreten.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die schwere Duerre in Mittelhessen und der Suedregion stellt Land- und Forstwirtschaft vor Herausforderungen. Kulturen, die von natuerlicher Niederschlagsversorgung abhaengen, leiden unter der anhaltend geringen Bodenfeuchte. Der Grundwasserneubildung ist bei diesen Verhaeltnissen deutlich eingeschraenkt — ein Factor, der insbesondere in Trockenperioden relevant wird. Regionale Wasserversorgungen sollten die Entwicklung beobachten, auch wenn unmittelbare Engpaesse in Hessen aktuell nicht signalisiert werden. Die moderate Duerre im Norden ist weniger kritisch, erfordert aber ebenfalls Aufmerksamkeit bei andauernden Trockentrends.
Der UFZ-Duerremonitor wird woechentlich aktualisiert. Die Karte zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel und beruecksichtigt daher kuerzliche Wetter-Aenderungen mit zeitlicher Verzoegerung.
Den aktuellen Wetterbericht fuer Hessen finden Sie hier.
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