Bodenfeuchte in Schleswig-Holstein: Östliche Regionen zeigen moderate bis schwere Trockenheit

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) vom 21. Juni 2026 zeigt für Schleswig-Holstein ein differenziertes Bild: Während westliche und nördliche Landesteile normal feuchte Bedingungen aufweisen, verzeichnen östliche und südöstliche Regionen erhöhte Trockenheit. Das 14-Tage-Gleitende Mittel des Bodenfeuchtemonitors erfasst den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Räumlich zeigt sich folgende Verteilung: Der Westen und Nordwesten Schleswig-Holsteins (Dithmarschen, Teile der Westküste) präsentieren sich in normalen bis leicht feuchten Verhältnissen (Blau- und Grüntöne). Im zentralen und östlichen Landesteil dominiert hingegen die Klasse „ungewöhnlich trocken“ (Hellgelb), insbesondere in einem Streifen vom östlichen Mittelland bis zur Lübecker Bucht. Südöstlich davon, in Richtung Lauenburg und dem östlichen Hügelland, treten Bereiche der Klasse „moderate Dürre“ (Orange) auf. Ein beachtenswerter Fleck „schwere Dürre“ (Rot) ist östlich von Bad Segeberg und im Raum Stormarn sichtbar.

Die aktuelle Wetterlage verschärft die Situation: In den vergangenen sieben Tagen fielen im Landesdurchschnitt nur 5 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 18,7 Grad Celsius und Spitzenwerten bis 29,3 Grad. Die kommenden drei Tage bringen keine Niederschläge, sondern trocken-warmes Wetter mit erwarteten Höchstwerten um 29 Grad Celsius. Der Gesamtboden, der träge auf kurzfristige Wetterwechsel reagiert, wird sich unter diesen Bedingungen weiter verfestigen.

Für die Landwirtschaft im östlichen Landesteil, besonders in Bereichen mit moderater bis schwerer Trockenheit, ist verstärkte Aufmerksamkeit auf Bewässerungsbedarf angezeigt. Waldflächen in den betroffenen Regionen benötigen Beobachtung hinsichtlich Waldbrandgefahr. Die normal bis feucht ausgestatteten westlichen Regionen sind derzeit weniger kritisch betroffen.

Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel, weshalb kurzfristige Niederschläge erst verzögert sichtbar werden.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)