Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: Osten und Süde zeigen moderate bis schwere Trockenheit

Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Mecklenburg-Vorpommern am 8. August 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Waehrend der Nordwesten und groessere Teile der Mitte noch gelbe bis hellgelbe Toene aufweisen, dominieren im Osten und Suedosten orange bis rote Flaechen das Kartenbild. Der Norden bei Ruegen zeigt zudem dunkelrote bis purpurrote Areale, die auf extreme bis aussergewoehnliche Duerre deuten.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Norden und Osten mit deutlicher Trockenheit belastet

Der Nordosten des Bundeslandes, insbesondere die Region um Ruegen und Vorpommern, weist laut UFZ-Duerremonitor dunkelrote Flaechen auf – dies entspricht einer extremen Duerre (statistisch etwa alle 30 Jahre). Groessere Teile des suedlichen und zentraloestlichen Gebiets sind orange eingefaerbt und fallen damit in die Klasse „moderate Duerre“ (alle 10 Jahre). Die suedwestlichen und westlichen Regionen zeigen demgegenüber Hellgelb bis Gelb, was auf „ungewoehnlich trocken“ bis „schwach trocken“ hindeutet. Der äusserste Nordwesten weist noch hellgelbe bis teilweise weisse Flaechen auf, die normalen oder nahe-normalen Bodenfeuchten entsprechen.

Sieben Tage ohne Niederschlag – Oberboden betroffen, Gesamtboden träge

Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage zeigen null Millimeter Niederschlag im Durchschnitt Mecklenburg-Vorpommerns. Dies verstaerkt die Belastung besonders des Oberbodens. Der UFZ-Monitor bildet jedoch den Gesamtboden bis 1,80 Meter ab – dieser Bereich reagiert traege auf kurzfristige Niederschlaege oder Trockenphasen, da sich Wasser nur graduell eindringt oder verdunstet. Die aktuelle Karte ist ein 14-Tage-gleitendes Mittel und zeigt daher die angesammelten Effekte der letzten zwei Wochen. Mit null Millimeter Regen in den kommenden drei Tagen ist keine Erholung in Sicht.

Landwirtschaft und Wasserspöicher unter Druck

Fuer die Landwirtschaft bedeutet die moderate Duerre in Süd- und Ostmecklenburg-Vorpommern einen erschwerten Zustand: Bewaesserung wird notwendig, Pflanzen zeigen Stress. Die extreme Duerre im Nordosten stellt eine verschaerfte Herausforderung dar und kann zu Ertrags­einbussen fuehren. Grund- und Oberflaechen­wasser­stände sind in betroffenen Regionen unter Druck. Der Wald, besonders in Osten, ist anfaelliger fuer Schadeinsekte und Brand­gefahr.

Die UFZ aktualisiert den Duerremonitor woechentlich. Den aktuellen Wetterbericht fuer Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.