Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 12,5 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an

[Teilweise zu trocken]

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung weist etwa 40 Prozent der Landesfläche als ungewöhnlich bis moderat trocken aus (hellgelb und orange), während der Norden und Nordwesten mit gelblichen bis hellgelben Bereichen bessere Feuchte aufweisen. Rote Flecken, die schwere Dürre andeuten, sind nur im äußersten Osten und Südosten sichtbar und bedecken weniger als 15 Prozent der Landesfläche.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten trockener, Westen entlastet

Die Verteilung folgt einem klaren Muster: Der Süden und insbesondere der Osten Mecklenburg-Vorpommerns zeigen orange bis rot gefärbte Bereiche mit moderater bis schwerer Dürre. Das Gebiet zwischen Neubrandenburg und der polnischen Grenze ist deutlicher betroffen. Der Norden und Nordwesten dagegen profitieren von besseren Feuchtegehalten; hellgelbe und teilweise noch gelbliche Färbungen überwiegen dort. Die Küstenregionen bleiben unauffällig.

Regen der vergangenen Woche stabilisiert die Lage

In der vergangenen Woche fiel durchschnittlich 12,5 Millimeter Regen — für den Oberboden eine mäßige Wasserzufuhr. Die Durchschnittstemperatur betrug 16,6 Grad Celsius bei einer Höchsttemperatur von 23,3 Grad Celsius. Der Boden bis 1,80 Meter reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die gemäßigten Temperaturen bremsen zwar die Verdunstung, doch ohne weiteren Regen wird sich die Feuchte in den südlichen und östlichen Landesteilen weiter verringern.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Kulturen in der späten Wachstumsphase benötigen verfügbares Bodenwasser. In den Bereichen mit ungewöhnlicher oder moderater Trockenheit im Osten und Süden können Ertragsausfälle auftreten, wenn der Regen ausbleibt. Die Grundwasserneubildung bleibt bei dieser Niederschlagsmenge moderat — eine natürliche Auffüllung der Speicher läuft nur schleppend an. Der Norden mit besserer Feuchte ist derzeit entlastet.

Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen

Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperatur wird auf 25,3 Grad Celsius ansteigen. Ohne Regen wird sich die Bodenfeuchte in den bereits trockeneren südlichen und östlichen Regionen weiter verschärfen.

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