Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 65,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden entlastet

Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Mecklenburg-Vorpommern ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt überwiegend hellgelbe und orange Färbungen, die auf ungewöhnliche bis moderate Trockenheit hindeuten. Deutlich trockener ist der Osten und Südosten der Landesfläche mit roten Bereichen, die schwere Dürre anzeigen. Im äußersten Nordosten deuten einzelne dunkelrote Pixel auf extreme Dürre hin, bleiben aber räumlich begrenzt.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Süden und Osten trockener, Westen stabiler

Die moderate Trockenheit dominiert in der Mitte und im Westen Mecklenburg-Vorpommerns. Der Südosten und die Region um Vorpommern zeigen hingegen schwere Dürre in Rot, besonders ausgeprägt östlich von Greifswald und in Teilen der Uckermark. Der Nordwesten bleibt bei ungewöhnlicher Trockenheit in Hellgelb. Einzelne Flecken normaler Feuchte (Blautöne) sind sichtbar, vor allem in der Küstenregion und im äußersten Westen.

Regen der Vorwoche bremst Verschärfung

In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 65,9 Millimeter Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,4 Grad Celsius. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — die beobachtete Regenmenge hat den Oberboden benetzen können, aber die tieferen Schichten bis 1,80 Meter Tiefe bilden einen trägen Wasserspeicher, der Zeit braucht, um aufgefüllt zu werden. Die bereits bestehende Trockenheit im Südosten wird durch die Wetterlage vorläufig nicht weiter verschärft.

Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser

Kulturen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen sind auf verfügbares Bodenwasser angewiesen. In den moderate bis schwer trockenen Regionen können Ertragsausfälle entstehen, künstliche Bewässerung kann Defizite nur regional ausgleichen. Die Grundwasserneubildung profitiert von den vergangenen Niederschlägen, aber die Speicher füllen sich nur langsam. In den dunkelrot gefärbten Bereichen des Nordostens bleiben Waldbestände stressgefährdet.

Aussichten für Niederschlag – minimal, Bedingungen verschärfen sich

In den kommenden drei Tagen ist nur 0,5 Millimeter Niederschlag zu erwarten — praktisch kein Regen. Die Höchsttemperatur wird 22,9 Grad Celsius erreichen. Diese geringe Wasserzufuhr bei gleichzeitiger Verdunstung wird den Boden in bereits trockenen Regionen weiter austrocknen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.

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